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Stadt Puchheim  |  E-Mail: info@puchheim.de  |  Online: http://www.puchheim.de

Info-Flyer Stadtbeete

Über die Vielzahl der verschiedenen Maßnahmen des Projekts Stadtbeete Puchheim können Sie sich mittels eines Flyers informieren. Auf der Innenseite finden Sie zur besseren Orientierung einen Stadtplan, in dem die Lage der verschiedenen Projekte eingezeichnet ist.

Gelungene Auftaktveranstaltung im Kulturzentrum

„Essbare Stadt“ Puchheim – ein Projekt der ganzen Stadt

Über 100 interessierte Bürger und Bürgerinnen kamen am 21.02.2016 ins PUC zur Auftaktveranstaltung, mit der das Projekt „Essbare Stadt“ in Puchheim offiziell gestartet wurde.
Essbare Stadt Auftakt

Nach der Begrüßung der Gäste durch Puchheims zweiten Bürgermeister Rainer Zöller stellte Dr. Manfred Sengl, Umweltreferent der Stadt, das städtische Konzept vor, das verschiedene Maßnahmen umfasst, die unter Beteiligung der Bürger (weiter-)entwickelt werden sollen.

 

Mit der Umsetzung einfacher Maßnahmen, wie dem Anpflanzen von Beerensträuchern, wurde schon begonnen. Hinter dem Haus Elisabeth wurden bereits im Januar zahlreiche Sträucher mit essbaren Früchten gepflanzt. Auch auf der Grünfläche zwischen Büchlweg und Sprengerinstraße entstand, unterstützt von Mitgliedern der Ortsgruppe des Bund Naturschutz, ein Bereich mit Erntesträuchern. Die BN-Ortsgruppe hat sich dankenswerterweise bereiterklärt, die weitere Pflege zu übernehmen.

 

Eine Kräuterspirale soll voraussichtlich auf einer Grünfläche an der Tannen-/ Lagerstraße entstehen. Auch hier haben sich bereits Bürger bereit erklärt, sich regelmäßig um das Kräuterbeet zu kümmern.

 

Den Beitrag der Puchheimer Landwirte, einen Selbsternte-Acker, stellte Georg Huber, Obmann des Bauernverbands, den interessierten Zuhörern vor. Er erinnerte daran, dass Puchheim eine große Vielfalt an landwirtschaftlichen Betrieben aufweist. So gibt es beispielsweise sieben selbstvermarktende Betriebe. Auf dem geplanten Selbsternteacker können zur Erntezeit, Karotten, Kartoffeln und Zwiebeln nach dem Prinzip der Blumenfelder geerntet werden.

 

Vergleichbar mit dem Pflanzlgarten in Gröbenzell, über den die Initiatorin Agnes Streber berichtete, könnte in Puchheim in zentraler Lage ein sogenannter Bürgergarten entstehen. In ihrem Vortrag wies Frau Streber darauf hin, dass mit dem Selbstanbau und -ernten von Gemüse und Obst eine größere Wertschätzung für diese Lebensmittel einhergeht - ein ganz wesentlicher Aspekt des Projekts. Sie wünschte der Stadt Puchheim gutes Gelingen und überreichte als Geschenk eine handgeschmiedete Pflanzhilfe an Monika Dufner, Umweltbeauftragte der Stadt und Koordinatorin des Projekts. Unterstützung bei der Planung, Anlage und Pflege der Fläche bietet der Verein für soziale Dienstleistungen "Pack mas" an. Ziel des Vereins ist die Integration und Eingliederung von Geflüchteten und Arbeitssuchenden in den Arbeitsprozess.

 

Eine weitere, eher langfristig angelegte Idee ist ein sogenannter Bürgeracker, der Puchheimern den Anbau von Gemüse auf einer kleinen Ackerfläche ermöglichen würde. Frau Katharina Weyer, Initiatorin der Fürstenacker in Fürstenfeldbruck, berichtete über das Vergleichsprojekt in Fürstenfeldbruck.

 

Nach einer kleinen Stärkung konnten sich die Besucher der Veranstaltung über die Details der verschiedenen Projekte informieren und sich bei Interesse für eine Arbeitsgruppe eintragen.

Besonders regen Zuspruch fand das Projekt interkultureller Garten, der neben der Sporthalle am Puchheimer Gymnasium, die derzeit als Unterkunft für Asylbewerber genutzt wird, entsteht. Hier hatten bereits im Herbst vergangenen Jahres engagierte Flüchtlinge, unterstützt von Mitarbeiterinnen des Helferkreises, zahlreiche Beerensträucher, Kräuter und Erdbeerpflanzen gepflanzt. Weitere Pflanzaktionen sind geplant.

 

Aber auch für die anderen Projekte, wie eine Streuobstwiese für Hochzeitsbäumchen oder die angedachten Bewohnergärten, fanden sich zahlreiche interessierte Bürger und Bürgerinnen, so dass die unterschiedlichen Arbeitskreise demnächst ihre Tätigkeit aufnehmen können. Weitere Unterstützer sind aber immer herzlich willkommen!

 

Auch die Möglichkeit, neue Ideen und Anregungen einzubringen, wurde von vielen Besuchern genutzt. Diese wurden zum Ende der Veranstaltung von Monika Dufner und Manfred Sengl vorgelesen und werden in die weiteren Planungen mit einfließen.

 

Ebenfalls zum Projekt gehören die an verschiedenen Stellen der Stadt aufgestellten bunten Big Bags. Bei deren Gestaltung und Bepflanzung können sich auch die jüngsten Puchheimer beteiligen. Unter Anleitung des Kulturvereins hatten Kinder bereits bei verschiedenen Anlässen viel Freude beim Gestalten der Säcke, die, mit Kräutern und Gemüse bepflanzt, auch da das Gärtnern ermöglichen, wo dies sonst nicht möglich wäre.

Zwei dieser bepflanzten Big Bags wurden von Dr. Sengl zum Abschluss versteigert. Den Zuschlag bekam in beiden Fällen Wolfgang Romberger, Vorsitzender des Kleingartenvereins, auf dessen Gelände sie künftig einen Platz finden werden. Puchheims Erster Bürgermeister Norbert Seidl sorgte schließlich noch für einen ersten „tierischen“ Beitrag zum Projekt, indem er einen vom Imkerverein gestifteten Bienenkasten überreichte.

 

Das Projekt „Essbare Stadt“ Puchheim soll ein Projekt der ganzen Stadt sein. Es bietet allen interessierten Bürgern, Schulen, Kindergärten, Kirchen und Vereinen vielfältige Möglichkeiten der Mitgestaltung. Es ist sicher für jeden, der Zeit und Lust am Mitwirken hat, etwas dabei!

 

Die verschiedenen Projekte werden im Umweltamt der Stadt von Monika Dufner koordiniert. Dort (Rathaus Zi. 204, Tel.:089/80098-158, Mail: umwelt@puchheim.de) kann sich jeder informieren und melden, der Interesse an der Mitarbeit an einem der Projekte hat.

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