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Niedrigwasser im Gröbenbach – Erläuterungen des Wasserwirtschaftsamts

Die lange Trockenzeit und niedrige Grundwasserstände haben insgesamt zu einer Niedrigwassersituation an den Fließgewässern im Landkreis geführt. Dies ist sowohl an der Amper wie auch an den kleineren Gewässern deutlich sichtbar. Besonders betroffen sind derzeit die Oberläufe der Gewässer III. Ordnung, da die zulaufenden Gräben sowie Quellspeisungen kein Wasser mehr führen.

Dies ist auch beim Gröbenbach der Fall. Der Gewässerzulauf vom Parsberg (Holzbach), der den Oberlauf des Gröbenbaches darstellt, ist trockengefallen und es fließt derzeit kein Wasser aus dem Oberlauf zu. Dies ist der Grund, warum auch der Gröbenbach in Puchheim-Ort ausgetrocknet ist. Die zwei bestehenden Wehranlagen am Spiegelwehr sowie an den Fischteichen oberhalb führen ebenfalls kein Wasser mehr ab und stellen mit ihrem Rückstau die letzten stehenden Wasserflächen im Gröbenbach dar. Die genehmigten Gewässerbenutzungen der beiden Fischteichanlagen in Puchheim-Ort haben derzeit ebenfalls keinen Zu- und Ablauf, weshalb Wasser aus dem Gröbenbach weder entnommen noch eingeleitet wird.

Aufgrund der akuten Niedrigwassersituation wurde vom Umweltministerium die Stufe Gelb des Niedrigwasserleitfadens aktiviert und das Wasserwirtschaftsamt gibt wöchentliche eine Meldung ab. Im Rahmen der technischen Gewässeraufsicht erfolgen regelmäßige Kontrollen vor Ort sowie Abflussmessungen und Sauerstoff-/Temperaturmessungen in den noch wasserführenden Gewässerstrecken.

Auch die Fischereiberechtigten sind über die Situation informiert und kontrollieren das Gewässer regelmäßig.

Ansonsten hilft nur auf ergiebigen Regen zu hoffen. Aufgrund der aktuellen Wettervorhersage mit hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen ist derzeit jedoch eher mit einer weiteren Verschärfung der Situation zu rechnen.

Veröffentlicht im Juli 2022.

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