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Stadtnatur – Förderung der Artenvielfalt in Puchheim!

Auf den Flächen der Stadt, im eigenen Garten und auf dem Balkon, durch die Übernahme einer Grünpatenschaft!

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts geht die globale Artenvielfalt stetig zurück. Der Lebensraum für heimische Tiere und Pflanzen wird immer kleiner. Klimaveränderungen stellen eine zusätzliche Herausforderung dar. Eine hohe Artenvielfalt ist jedoch Voraussetzung für stabile Ökosysteme, die mit den Klimaveränderungen zurechtkommen. Aufgrund der hohen Strukturvielfalt können Städte Lebensraum für viele Arten sein. Um die Artenvielfalt zu fördern, werden in Puchheim schon seit Jahren verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Zahlreiche Blumenwiesen ersetzen an vielen Stellen bereits das Einheitsgrün. Auch in den vergangenen Wochen wurden wieder Blumenwiesen, im ganzen Stadtgebiet verteilt, angelegt. Zahlreiche Grüninseln werden zudem in Blühflächen umgewandelt. Für einige Grüninseln im Stadtgebiet gibt es sogenannte Grünpaten. Hier kümmern sich meist Anwohner um die Grüninseln vor der Haustüre. Auch die Umwelt-AG des Gymnasiums hat sich bereit erklärt, für einige Grüninseln in Schulnähe eine Patenschaft zu übernehmen. Das Umweltamt hofft auf weitere tatkräftige Unterstützer, die bereit sind, eine Patenschaft zu übernehmen. Passendes Saatgut erhalten Sie vom Umweltamt. Auch bei der Auswahl der Pflanzen unterstützen wir Sie gerne. Die Kosten werden selbstverständlich übernommen.

Auch das Projekt Stadtbeete wächst und gedeiht. Nachdem es bereits eine zweite Hochzeitswiese gibt, kommt in diesem Jahr ein zweiter Bürgeracker in Puchheim-Bahnhof-Nord dazu. Das Interesse an den Flächen war so groß, dass bereits beinahe alle Flächen besetzt sind. Die Hochbeete des Bürgergartens und die Kräuterspiralen werden derzeit für die anstehende Saison vorbereitet. Hier können Sie sich gerne beteiligen. Informationen erhalten Sie beim Umweltamt unter Tel. 089/80098-158, oder E-Mail umwelt@puchheim.de.

Einen großen Schatz stellen die privaten Gärten dar. Gärten mit einheimischen Blumen, Stauden, Sträuchern und Bäumen sind wichtige Rückzugsgebiete für die heimische Tierwelt. Blumenwiesen sind schön und artenreich. Sie sind Lebensraum und Nahrung für viele Insekten wie Schmetterlinge, Wild- und Honigbienen. Einheimische Sträucher wiederum dienen Vögeln als Brutplatz und zugleich als Futterquelle. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den eigenen Garten zu einem kleinen Paradies für Mensch, Pflanze und Tier werden zu lassen.

Für die derzeit so beliebten Schotterflächen trifft dies sicherlich nicht zu. Auch der Einsatz von Mährobotern lässt Blumen und Schmetterlingen keine Chance. Wer fürchtet, dass der naturnahe Garten unordentlich aussieht, dem wird empfohlen, mit kleinen Maßnahmen wie zum Beispiel dem Pflanzen einiger heimischer Stauden und dem Verzicht auf Pflanzen mit gefüllten Blüten zu beginnen. Jeder Beitrag ist wichtig! Lassen Sie sich inspirieren.

Damit Sie sich über das Thema weiter informieren können, gibt die Stadt demnächst die Broschüre „Mehr Arten im Garten“ heraus, die vom Bund Naturschutz mit Unterstützung des Umweltamts erstellt wurde. Auch ein Förderprogramm ist geplant.

Veröffentlicht im April 2020.

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