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Krötenwanderung macht Straßensperrung notwendig

Bald ist es wieder so weit; mit den ersten wärmeren Temperaturen machen sich Kröten, Frösche und Molche meist nachts, vor allem bei leichtem Regen, auf den Weg zu ihren angestammten Laichplätzen. Die Grasfrösche sind als erste unterwegs, alle anderen Amphibien wie Erdkröten, Molche, Laub- oder Teichfrösche folgen in kurzen Abständen. Dabei bewegen sich die Amphibien stets auf denselben Wegstrecken. Beim Überqueren der Straßen drohen den Tieren dabei tödliche Gefahren, besonders, da sie aufgrund der niedrigen Temperaturen noch recht langsam sind.

Das letzte bedeutende Amphibienvorkommen unserer Gegend befindet sich im südlichen Bereich der Olchinger Straße in Eichenau. Bereits seit vielen Jahren sammeln Mitglieder des Bund Naturschutz zusammen mit engagierten Anwohnern die Amphibien nachts ein und tragen sie auf die andere Straßenseite, von wo sie ihren Weg zum Mondscheinweiher gefahrlos fortsetzen können. Trotzdem sind auch dort die Zahlen der verschiedenen Amphibienarten in den letzten Jahren rückläufig. Bei den besonders geschützten Laubfröschen wurde seit 2012 sogar ein Rückgang um 50 festgestellt. Um diesen Amphibienbestand besser zu schützen, wird, wie bereits im vergangenen Jahr, zur Zeit der Amphibienwanderung (Sperrung voraussichtlich ab 1. März 2020) die Olchinger Straße zwischen dem Ihleweg (Stadt Puchheim) und der Zweigstraße (Gemeinde Eichenau) nachts in der Zeit von 19 Uhr bis 7 Uhr gesperrt. Auf den Feldwegen rund um den nahegelegenen Mondscheinweiher werden auch die Radfahrer gebeten, auf die Amphibien zu achten.

Entlang des Kleinen Ascherbachs und bei den Weihern am Sportgelände sind in diesem Zeitraum ebenfalls zahlreiche Amphibien unterwegs. Auch hier weisen Warnschilder auf die Amphibienwanderung hin.

Eine Bitte daher an alle Autofahrer und Radler: Fahren Sie auf Straßen und Wegen, in denen Krötenschilder auf die Wanderung der Amphibien hinweisen, besonders langsam, um das Überfahren der Tiere zu vermeiden. Was viele nicht wissen: Auch wenn Sie mit dem Auto die Amphibien nicht direkt überfahren, sterben diese bereits bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h allein durch den Luftdruck, der sich unter dem Fahrzeug bildet.

Veröffentlicht im Februar 2020.

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