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Aus dem Sitzungssaal des Puchheimer Rathauses

Stadtrat verabschiedet Ramona Fruhner-Weiß

Anerkennung, Respekt und Sympathie für die scheidende Stadträtin Ramona Fruhner-Weiß (CSU) bekundeten Erster Bürgermeister Norbert Seidl sowie die Sprecher aller Fraktionen. Hieraus erklären sich auch die fünf Gegenstimmen beim Feststellungsbeschluss des Stadtrats, „dass Frau Fruhner-Weiß mit Ablauf des 30. Juni 2019 aus dem Stadtrat ausscheidet". Die Stadträtin wird zu diesem Zeitpunkt ihre Wohnung in Puchheim aufgeben und aus dem Stadtgebiet wegziehen. Damit verliert sie ihr Mandat im Puchheimer Stadtrat.
In ihrer Abschiedsrede legte Ramona Fruhner-Weiß dar, dass sie gerne in Puchheim geblieben wäre. „Doch auch nach eineinhalb Jahren Suche haben mein Mann und ich keine bezahlbare Bleibe in Puchheim gefunden." 2011 ist sie nach Puchheim gezogen, und erst hier begann sie sich für Politik zu interessieren. 2014 wurde sie in den Stadtrat gewählt und übernahm das Referat für Kultur und Volksbildung. „Die acht Jahre in Puchheim haben mich geprägt", resümierte sie und verband damit drei Wünsche für die Zukunft: Stadtrat und Verwaltung sollen die Zusammenarbeit mit den Referenten verbessern. Ein Einheimischen-Modell für Puchheim solle die Bleibeperspektive für junge Familien verbessern. Und „einen fairen Umgang miteinander im Wahlkampf" legte sie den Kommunalpolitikern ans Herz.
Erster Bürgermeister Seidl überreichte der scheidenden Stadträtin eine Urkunde und ein Abschiedspräsent. Er dankte ihr für die „Bereicherung und Belebung dieses Stadtrats" und hob ihre humorvolle Art, aber auch ihre Bestimmtheit hervor. Jean-Marie Leone (SPD) dankte Ramona Fruhner-Weiß auch für die gemeinsame Aktion gegen Facebook und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sie eines Tages wieder nach Puchheim zurückkehre. Petra Weber (SPD) dankte der scheidenden Stadträtin mit einem ökologischen Pflanzenbild. Thomas Hofschuster (CSU) bedauerte das Ausscheiden einer so jungen und engagierten Stadträtin, und Dr. Manfred Sengl (Grüne) sah das genauso. „Schade, dass sie geht", sagte Dr. Reinhold Koch (ubp), der den Grund für ihren Wegzug bedauerte. Michaela von Hagen (FW) dankte der scheidenden Stadträtin für die „ganz tolle Zusammenarbeit".
Über das Nachrücken des Listennachfolgers sowie über die Besetzung der freiwerdenden Ausschusssitze und des Kulturreferats wird der Stadtrat in der Sitzung am 23. Juli 2019 entscheiden.

Zweiter Gerätewart für Puchheimer Feuerwehren

Nach eingehender Erörterung beauftragte der Stadtrat in seiner Sitzung am 25. Juni 2019 den Esten Bürgermeister, die Stelle eines zweiten Feuerwehrgerätewarts in den Haushaltsplanentwurf für 2020 aufzunehmen. Die Stellenbeschreibung ist in Abstimmung mit den Feuerwehren vorzubereiten und nach Beschluss der Haushaltsatzung 2020 schnellstmöglich vorzunehmen, soweit sich nicht aus dem Feuerwehrbedarfsplan ein Anderes ergibt. Dem Beschluss lag ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen der SPD und der Freien Wähler zu Grunde.
Das Ordnungsamt legte in einer Stellungnahme dar, dass fest angestellte Gerätewarte einen deutlichen Vorteil für die Freiwilligen Feuerwehren bieten, „da die ehrenamtlichen Gerätewarte entlastet werden und für die notwendigen Prüf- und Wartungsarbeiten nicht soviel Freizeit von Ehrenamtlichen geopfert werden muss". Michael Burkhart (FW), Referent für Feuerwehr und öffentliche Sicherheit, hob hervor, dass es dringend erforderlich sei, beide Feuerwehren in den Stadteilen Bahnhof und Ort von wachsenden Wartungs-, Instandhaltungs- und Dokumentationspflichten zu entlasten.

Glasfaserausbau für unterversorgte Adressen

Mit erheblichem Bauchgrimmen hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 25. Juni 2019 die Projektgenehmigung für den Glasfaserausbau für die unterversorgten Adressen im Emil-Sollinger-Weg und im Christine-Zeiske-Weg in Puchheim-Ort mit Gesamtkosten von voraussichtlich 280.000 Euro erteilt. Die staatliche Förderung des Breitband-Ausbaus wird beantragt.
Ohne Unterstützung durch die Stadt werde es keine Glasfaseranschlüsse der insgesamt 37 Adressen geben, betonte Erster Bürgermeister Norbert Seidl. Der Netzbetreiber habe kein Interesse an einem Ausbau an „weißen Flecken", die dem Unternehmen unrentabel erscheinen. Sprecher aller Fraktionen ärgerten sich über die „Rosinenpickerei" (Leone) der Netzbetreiber – im vorliegenden Fall also der Telekom.

Neufestsetzung der Überschwemmungsgebiete

Die Neufestsetzung der Überschwemmungsgebiete für fünf betroffene Kommunen – darunter auch die Stadt Puchheim – im Landkreis Fürstenfeldbruck befindet sich rechtlich immer noch in Schwebe. Auf Anfrage von Stadtrat Max Keil (ubp) erläuterte Erster Bürgermeister Norbert Seidl den aktuellen Stand der Dinge. Die Neukartierung sei erfolgt und abgeschlossen. Auch habe des Wasserwirtschaftsamt den überarbeiteten Plan akzeptiert und an den Hoheitsträger – das Landratsamt Fürstenfeldbruck – weitergeleitet. Ein Beschluss des Landratsamtes sei jedoch bislang nicht erfolgt, so dass das neue Berechnungsmodell rechtlich noch nicht gesichert sei.
Ferner wollte Keil wissen, wer die Kosten trage, die den Kommunen für die Neukartierung entstanden seien. Nach Auskunft des Bürgermeisters sind den Kommunen keine zusätzlichen Kosten entstanden.

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