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Initiative „Wohnen für Hilfe“ – Wohnraum für Studierende und Auszubildende

Viele Studierende und Auszubildende suchen händeringend bezahlbare Unterkünfte. Eine Lösung ist die Initiative „Wohnen für Hilfe“. Senior*innen stellen hierbei freien Wohnraum zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten sie anstelle von Miete Unterstützung im Alltag von Studierenden oder Auszubildenden.

Unser aller Leben wird seit Monaten von der Corona-Pandemie beeinflusst. Besonders Senior*innen sind in ihrer Lebensgestaltung aufgrund des hohen Gesundheitsrisikos eingeschränkt. Viele reduzieren ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum, um das Ansteckungsrisiko zu senken. Da liegt der Gedanke, einen fremden Menschen ins eigene Haus oder die eigene Wohnung aufzunehmen, scheinbar sehr fern. Doch gerade in diesen schweren Zeiten kann ein/e Mitbewohner*in im Rahmen von „Wohnen für Hilfe“ sehr hilfreich sein, um die Versorgung und Unterstützung von Senior*innen zuverlässig zu gewährleisten.

So kann z.B. der Einkauf erledigt werden, damit die Senior*innen nicht selbst aus dem Haus müssen. Auch der drohenden Vereinsamung durch die Kontaktbeschränkungen wird durch das generationenübergreifende Zusammenleben entgegengewirkt. Diese Vorteile bestätigen auch viele Senior*innen von bereits bestehenden Wohnpartnerschaften.

Bei „Wohnen für Hilfe“ stellen Senior*innen freien Wohnraum zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten sie anstelle von Miete Unterstützung im Alltag von Studierenden oder Auszubildenden, wie z.B. Haus- oder Gartenarbeit, Einkaufen, Begleitung zum Arzt etc. Generell gilt: Ein Quadratmeter Wohnfläche bedeutet eine Stunde Hilfeleistung im Monat.

Um den Herausforderungen bezüglich Corona zu begegnen, hat die Vermittlungsstelle des Landratsamtes Fürstenfeldbruck ein Schutzkonzept entwickelt. Darin sind für alle Schritte vom ersten Kontakt mit Interessierten bis hin zum Zusammenleben in einer Wohnpartnerschaft Vorgehensweisen festgelegt, um „Wohnen für Hilfe“ für alle Beteiligten sicher zu gestalten und das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Wenn die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden, ist „Wohnen für Hilfe“ auch in Zeiten von Corona eine sichere Wohnform, von der beide Seiten sehr profitieren können.

Besonders zu Semesterbeginn im Herbst ist die Nachfrage nach Zimmern groß, daher wäre es sehr erfreulich, wenn sich noch Senior*innen finden würden, die Wohnraum anbieten möchten. Interessierte an „Wohnen für Hilfe“ wenden sich bitte an Verena Bauer, Landratsamt Fürstenfeldbruck, Münchner Str. 32, 82256 Fürstenfeldbruck, Tel. 08141/519-5632, E-Mail: wohnen-fuer-hilfe@lra-ffb.de.

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