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Aktionswoche "Aufwachsen in Puchheim" vom 15. bis 20. November 2021

Plakat zur Aktionswoche

Puchheim liegt in Bezug auf die Kinder- und Jugendarmut an der traurigen Spitze im landkreis- und bayernweiten Vergleich. Laut Artikel 2 der Kinderrechtskonvention sollen alle Kinder ohne Diskriminierung die gleichen Chancen auf Wohlergehen und Entwicklung haben. Hieraus leitet sich der Auftrag an die Politik ab, im Besonderen benachteiligte Kinder so zu fördern, dass sie ihr Entwicklungspotenzial entfalten können. Mit dem Siegel der Kinderfreundlichen Kommune hat sich die Stadt Puchheim verpflichtet, Rahmenbedingungen für Kinder und Familien zu schaffen, in denen ein gutes Aufwachsen möglich ist. Die Aktionswoche „Aufwachsen in Puchheim“ widmete sich diesem Thema in vielerlei Facetten.

Gemeinsam mit Kooperationspartnern wurden im Rahmen von zwei Fachtagen zukünftige Handlungsfelder zur Bekämpfung der Folgen von Kinder- und Jugendarmut in Puchheim entwickelt. Parallel dazu fanden in der Woche vom 15. bis 20. November kostenlose Angebote für Kinder, Jugendliche und Eltern statt. In verschiedenen Formaten bestand die Möglichkeit zum Austausch zwischen Teilnehmenden, der Politik und den Fachkräften. Beim Familienfrühstück etwa wurde, ausgehend von der Befragung zum Thema „Familienbeirat“ darüber diskutiert, wie ein solches Gremium wirken könnte. Zu einem Austausch zum Thema „Sicherheit für mein Kind im Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien“ lud der Kindersicherheitsexperte der MINEMA Kampfkunstschule ein. Ein besonderer Schwerpunkt der Aktionswoche lag darauf, die Meinungen von Kindern und Jugendlichen einzuholen. Gemeinsam wurde in dieser Woche ein Zeichen gesetzt, dass sich alle Beteiligten auf den Weg machen, Chancengleichheit beim Aufwachsen in Puchheim zu erreichen.

Teilnehmer:innen der Fachtage

Fachtage „Kinder- und Jugendarmut in Puchheim“

Am 15. und 16. November fanden die beiden Fachtage zum Thema „Kinder- und Jugendarmut in Puchheim“ statt. Moderiert von Dr. Irina Volf, Bereichsleitung Armut und Migration des ISS Instituts Frankfurt am Main, setzten sich Fachkräfte aus dem sozialen Bereich in Puchheim mit dem Thema Armut auseinander. Ziel war es, zu identifizieren, welche Folgen der Armut die Fachkräfte in ihrem Wirkungsbereich in Puchheim wahrnehmen. Entlang der Lebenslinie eines Kindes in Puchheim wurden die Bedarfe, insbesondere der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen in Puchheim dargestellt und erste Überlegungen zu möglichen Maßnahmen entwickelt.

Wie Dr. Volf darlegte, zählen besonders Alleinerziehende, Frauen sowie Personen mit einem niedrigen Bildungsabschluss zu der Personengruppe mit einem höheren Risiko der Armutsgefährdung. Kinder und Jugendliche, die in Armut aufwachsen, haben dabei schlechtere Chancen, im späteren Lebensverlauf der Armut zu entkommen. Dabei betreffen die Folgen der Kinder- und Jugendarmut auch die Rechte der Kinder- und Jugendlichen. So beeinträchtigt Armut häufig Aspekte der Grundversorgung durch unzureichende Mittel für Kleidung, Schuhe und Wohnung. Auch die Freizeitgestaltung ist bei Kindern und Jugendlichen aus Armutsverhältnissen eingeschränkt. Können Einladungen zu Geburtstagen nicht erwidert werden, weil die räumlichen Gegebenheiten nicht vorhanden sind oder Geburtstagsgeschenke in ihrem finanziellen Wert nicht mit den anderen Kindern mithalten können, kann es zu Ausgrenzungen kommen. Auch im Bereich der Bildung sind Themen wie Schüleraustausch und die Teilnahme an AGs häufig an die finanziellen Mittel der Eltern gebunden. Kinder und Jugendliche, die unter Armutsverhältnissen aufwachsen, erleben auch den finanziellen Druck ihrer Eltern als psychische Belastung. Martin Kulzinger, Amtsleitung für Soziales und Jugend der Stadt Puchheim stellte aktuelle Zahlen zum Thema Kinder- und Jugendarmut in Puchheim vor. Neben der Kinderarmut, die weit über dem landkreisweiten- und bayernweiten Niveau liegt, ist vor allem die Jugendarmut in Puchheim im Anstieg begriffen.

Die Expertise der Teilnehmenden stand beim zweiten Fachtag im Fokus. Gemeinsam diskutierten sie über die Folgen von Armut, die sie in Puchheim durch ihre tägliche Arbeit erfahren. Aufgeteilt in Gruppen entsprechend ihrer Tätigkeitsfelder, erarbeiteten die Anwesenden gemeinsam ein Bild der Angebotsstruktur für ganz Puchheim. In intensiven Gruppendiskussionen wurden anschließend die Lücken identifiziert und erste Überlegungen dazu angestellt, mit welchen Maßnahmen diese gefüllt werden könnten. Petra Pauli, Beauftragte für Chancengleichheit am Jobcenter Fürstenfeldbruck berichtete: „Ich habe mich sehr über den Austausch gefreut, da ich in meiner Tätigkeit leider sehr häufig mit dem Thema Kinderarmut konfrontiert werde und Lösungen nur in einer gut vernetzten Zusammenarbeit aller Akteure gefunden werden können“.

Bei der Ergebnisvorstellung wurde gleich zu Beginn deutlich, dass es in Puchheim bereits ein breites Spektrum an Angeboten gibt, welches sich aber mit dem Übergang vom Kindes- in das Jugendalter reduziert. Diesen Übergang besser zu gestalten und zu begleiten erwies sich als erstes Handlungsfeld. Im Bereich der frühkindlichen Erziehung zielten die Empfehlungen der Expert:innen insbesondere auf niedrigschwellige Beratungsangebote, die direkt an den vorschulischen Einrichtungen angeboten werden sollten. Auch erste Überlegungen dazu, wie gleiche Rahmenbedingungen für alle Eltern in Bezug auf Feierlichkeiten (z.B. Kindergeburtstage) gestaltet werden könnten, wurden dabei entwickelt. Über die Altersgruppe hinaus richtete sich der Blick auch auf Unterstützungsangebote für Eltern, wie kostenlose Sprachkurse und mehr Unterstützung beim Beantragen von Bildung und Teilhabeleistungen sowie kostenlose Zugänge zu Kulturangeboten. Für Jugendliche wurden für Puchheim insbesondere die Übergänge zwischen Schule und Beruf thematisiert. Als zentrales Handlungsfeld besteht hier die Optimierung des Zugangs zu dieser Altersgruppe, damit Angebote auch angenommen werden. Die Zusammenarbeit mit den Schulen sowie der zugehörigen Schulsozialarbeit ist dabei in Zukunft zu vertiefen. Altersgruppenübergreifend zeigte sich, dass finanzielle Unterstützungsleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien durchaus vorhanden sind, die Zugänge hierzu allerdings mit Hürden verbunden sind, die einen Abruf der Mittel häufig verhindert.

Diese Handlungsfelder sollen in einem nächsten gemeinsamen Schritt konkretisiert werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei darauf, die bestehenden Netzwerke so zu gestalten, dass positive Lebens- und Teilhabebedingungen allen Kindern und Jugendlichen in Puchheim eröffnet werden. Es soll gemeinsam ein „Hand-in-Hand“ Ansatz entwickelt werden, der sicherstellt, dass Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen in Puchheim die bestmögliche Unterstützung erhalten. Teilnehmerin Dipl.-Psych. Susanne Frauwallner bestätigte: „Um Familien zu erreichen und ihnen auch die passende Unterstützung vermitteln zu können, braucht es oft viel Zeit und Beziehungsarbeit, vor allem aber ein gutes Netzwerk. […] In meiner langjährigen beruflichen Erfahrung wurde und wird mir immer wieder klar, dass einzelne Institutionen und Helfersysteme allzuoft nebeneinander her für dieselbe oder mit derselben Familie arbeiten, ohne über den eigenen Tellerrand zu blicken und damit wertvolle Möglichkeiten der Zusammenarbeit versäumen.“ Die Präventionskette für Puchheim mit ihren Maßnahmen wird im nächsten Jahr dem Stadtrat der Stadt Puchheim und anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt.

Teilnehmer:innen des Familienfrühstück

Familienfrühstück am 20. November

Als abschließende Veranstaltung der Woche „Aufwachsen in Puchheim“ fanden zum internationalen Tag der Kinderrechte verschiedene Aktionen für die ganze Familie statt. Den Auftakt zu diesem Tag gab ab 10 Uhr ein Familienfrühstück an der Grundschule Süd.

Die Stadt Puchheim hat sich als „Kinderfreundliche Kommune“ verpflichtet, Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche zu schaffen, die ein gutes Aufwachsen ermöglichen sollen. Zur Verwirklichung dieses anspruchsvollen Selbstverständnisses bedarf es einer engen Beteiligung zwischen der Kommune, den Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern. In diesem Zusammenhang wurde im Vorfeld der Aktionswoche ein Online-Fragebogen entwickelt, um den Bedarf für einen Familienbeirat in Puchheim zu erheben. Ermittelt werden sollten unter anderem mögliche Themen sowie das Interesse an einer Teilnahme an einem entsprechenden Gremium. Der Fragebogenentwurf wurde zusammen mit interessierten Eltern auf Verständlichkeit geprüft, angepasst und neben Deutsch in drei weitere Sprachen übersetzt (Französisch, Englisch, Arabisch). Die Ergebnisse wurden im Rahmen des Familienfrühstücks am 20. November vorgestellt, Erster Bürgermeister Norbert Seidl erörtete gemeinsam mit den teilnehmenden Eltern die Ergebnisse der Befragung sowie die organisatorische Ausgestaltung eines Familienbeirats. Besprochen wurde die Größe sowie die Zusammensetzung des Gremiums, um möglichst viele Bereiche repräsentativ abzubilden. Auch das Wahlverfahren sowie die Voraussetzungen für eine Bewerbung als Mitglied des Familienbeirates wurden besprochen. Die Ergebnisse werden in 2022 dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt.

An der Befragung nahmen zwischen Mitte Oktober und Mitte November insgesamt 321 Personen teil. Die Teilnehmenden waren größtenteils Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 14 Jahren. Auf die Frage, welche Sprachen zu Hause gesprochen werden, ergab sich ein Bild, welches die Vielzahl der Nationen in Puchheim wiederspiegelt. Spitzenreiter bei den Themen, die für Eltern in Puchheim wichtig sind, waren Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche (74,4 Prozent), Schulen (73 Prozent), Sportangebote (71 Prozent) sowie die Verkehrssicherheit (62,5 Prozent). In den offenen Fragen konnten die Teilnehmenden ergänzende Bemerkungen eintragen. Auch hier zeigte sich, dass das Thema Freizeitangebote ein wichtiges Anliegen ist. Insbesondere für die Wochenenden wünschen sich die Puchheimer Familien Aktionen und Angebote, die sie vor Ort erleben können. Von einem Familienbeirat wünschen sich die Eltern ein Gremium, das Informationen bündelt und an die Famlien weitergibt. Darüber hinaus soll der Beirat die Schnittstelle zur Stadtverwaltung und erster Ansprechpartner für die Eltern sein. Anliegen von Eltern sollen über den Familienbeirat an die Stadtverwaltung herangetragen werden. Die Organisation von Aktionen für Familien wurde ebenfalls als Wunsch an einen zukünftigen Familienbeirat geäußert. Auf die Frage, ob es für Puchheim einen Familienbeirat zur Vertretung der Interessen von Familien mit minderjährigen Kindern geben soll, stimmten 89 Prozent der Teilnehmer:innen zu. Interesse an einer Beteiligung im Familienbeirat zeigten immerhin knapp 50 Prozent der Befragten.

Eine Teilnahme an der Befragung ist noch bis Ende des Jahres unter folgendem Link möglich: https://www.onlineumfragen.com/login.cfm?umfrage=111790

Internationaler Tag der Kinderrechte am 20. November

Im Rahmen der Aktionswoche „Aufwachsen in Puchheim“ und anlässlich des Internationalen Tags der Kinderrechte, der jedes Jahr am 20. November gefeiert wird, fanden vor dem Stadtteilzentrum Planie Aktionen für Kinder, Jugendliche und Familien statt. Aufgrund des Corona-Infektionsgeschehens mussten die geplanten Veranstaltungen in der Stadtbibliothek und im Jugendzentrum ausfallen. Der Fahrradparcours des Kinderschutzbundes, das Memory zu den Kinderrechten sowie das Familienquiz des Familienstützpunktes Puchheim hingegen fanden draußen statt. Daneben konnten sich Eltern beim Mehrgenerationenhaus ZaP, dem Familienstützpunkt, der Sozialen Beratung der Stadt Puchheim, der Erziehungsberatungsstelle und der Koordinatorin der Bildungsbegleiter über deren Angebote informieren. Gleichzeitig fand eine Befragung von Eltern, Kindern und Jugendlichen statt, um herauszufinden, was Kinder und Jugendliche für ein gutes Aufwachsen in Puchheim brauchen.

Der Fahrradparcours des Kinderschutzbundes wurde von ca. 40 Teilnehmenden zwischen 5 und 12 Jahren rege genutzt. Die Kinder versuchten in mehreren Runden neue Bestzeiten aufzustellen, auf einer Wippe das Gleichgewicht zu halten, dabei keine Hütchen umzuwerfen und als besondere Herausforderung einen Becher Wasser von einem Tisch zum anderen zu transportieren. Als Belohnung bekamen sie vom Kinderschutzbund einen Satz reflektierende Speichenstrahler für ihr Fahrrad geschenkt, damit sie gerade in der dunklen Jahreszeit auch jederzeit gut von anderen Verkehrsteilnehmer:innen erkannt werden können.

Um 15 Uhr ertönte das Signal zum Aufbruch auf die Kennedywiese. Dies geschah gleich mehrfach, denn alle Kinder wollten einmal die laute Druckluft-Hupe betätigen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene strömten auf die Kennedywiese, wo sie die Bläserklasse der Grundschule Süd unter Leitung von Herrn Kanzleiter mit der „Ode an die Freude“ begrüßte. Erster Bürgermeister Norbert Seidl begrüßte alle Anwesenden. Anschließend verlasen zehn Kinder die Kinderrechte. Nach einer weiteren musikalischen Einlage enthüllten die Kinder auf Kommando des Bürgermeisters den Wegweiser für Kinderrechte. Gemeinsam sprachen alle Anwesenden die Verpflichtungserklärung zu den Kinderrechten:

„Wir Menschen in Puchheim wollen die Rechte von Kindern und Jugendlichen achten, schützen und fördern. Diese Rechte sind festgelegt in der Kinderrechtskonvention. Sie gelten weltweit. Der Platz der Kinderrechte erinnert uns an diese Verpflichtung. So soll es sein. „

Mit Musik, Stockbrot und Kinderpunsch am offenen Feuer klang der Tag und damit auch die Woche „Aufwachsen in Puchheim“ aus.

Weitere Aktionen im Rahmen der Themenwoche

  • Kostenloses Kennenlernen des Musikschulangebots: Auch im musikalischen Bereich hatte die Aktionswoche „Aufwachsen in Puchheim“ einiges zu bieten. Kinder und Jugendliche konnten sich vom 15. bis 17. November an Klavier, Violine und Trommeln kostenlos ausprobieren.
     
  • Schneeflockenbasteln in der Stadtbibliothek Puchheim: Zum Schneeflockenbasteln in der Stadtbibliothek kamen am 17. November insgesamt 17 fleißige Bastler:innen. Die verzierten Flocken können noch bis Weihnachten in der Bibliothek angeschaut werden, danach können die kleinen Künstler:innen ihre Kunstwerke mit nach Hause nehmen.
     
  • Digitaler Elternabend zum Thema „Sicherheit für mein Kind im Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien“: Kinder und Jugendliche haben über Handy, Tablet und Spielekonsole einen Zugang zum Internet. Viele sind auch in den sozialen Medien aktiv. Doch was sind eigentlich die sozialen Medien und was passiert da? Michael Neumaier, Kindersicherheitsexperte der Kampfkunstschule MINEMA, stellte sicham 17. November diesen und weiteren Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung digitaler Medien bei einem digitalen Elternabend.
     
  • Spielangebot für Familien des Familienstützpunktes Puchheim in Kooperation mit dem Spieleverleih des Landratsamtes Fürstenfeldbruck: Der Familienstützpunkt hatte am 18. November großes Glück mit dem Wetter und konnte zusammen mit dem Spieleverleih des Landratsamtes Fürstenfeldbruck den Bürgerpark Kennedywiese in eine Spielwiese verwandeln. Bei Angeboten wie Riesen-4-Gewinnt, Ringe werfen, Torwandschießen, Seilspringen und Sack Hüpfen konnten die teilnehmenden Kinder und Eltern ihr Können zeigen. An einem Informationsstand informierte Leiterin Kerstin Kastrup über die Kinderrechte und die Aktionswoche „Aufwachsen in Puchheim“. Bei Spiel und Bewegung blieben trotz der November-Temperaturen alle Teilnehmenden bis zum Schluss der Veranstaltung dabei.
     
  • Bürgermeistersprechstunde: Ebenfalls in den Rahmen der Woche „Aufwachsen in Puchheim“ fiel die Bürgermeistersprechstund am 18. November, die dieses Mal in Puchheim Ort stattfand. Zu der Sprechstunde am Emil-Sollinger-Weg fanden sich insgesamt zehn Kinder ein, um ihre Anliegen mit Erstem Bürgermeister Norbert Seidl zu besprechen. Dabei stand das Thema Umwelt im Mittelpunkt. So war ihnen besonders der Erhalt beziehungsweise ein Ersatz der vor dem Eingang der Laurenzer Grundschule stehenden Obstbäume beim anstehenden Umbau der Schule wichtig. Ebenfalls wünschten sich die Kinder pro Jahr ein zweites Rama-Dama, um die öffentlichen Grünflächen, Uferzonen, Gräben und Spielplätze von Unrat zu befreien. Das Thema Tierwohl war für die Kinder ebenfalls von großer Bedeutung. Ein Vorschlag war, dieses Anliegen auch beim Schulessen stärker zu berücksichtigen. Der sportliche Aspekt kam bei der Sprechstunde auch nicht zu kurz. Die Kinder wünschten sich auch für Puchheim-Ort eine Tischtennisplatte ebenso wie eine Skateranlage. Die Vorschläge aus der Kinder- und Jugendsprechstunde werden nun geprüft. Erste Ideen für eine Tischtennisplatte und den Obstbäumen an der Laurenzer Grundschule gibt es bereits.
     
  • Besuch im Landschulheim Grunertshofen: An einem Austausch zu unterschiedlichen Schulformen nahmen Erster Bürgermeister Norbert Seidl und Schulreferentin Gisella Gigliotti am 18. November im Landschulheim Grunertshofen teil. Aktuell besuchen sieben Schüler:innen aus Puchheim das Landschulheim, das aus einem Kinderhaus sowie einer Grund- und Mittelschule zusammensetzt und zudem eine sozialpädagogische Tagesstätte, Fünftages- sowie heilpädagogische Wohngruppen anbietet. Bei 120 Mitarbeitenden für aktuell 180 Kinder und Jugendliche kann auf die vielfältigen Bedürfnisse der großen und kleinen Schüler:innen besonders eingegangen werden.
     
  • Runder Tisch mit den Schülersprecher:innen: Zum zehnjährigen Jubiläum der Stadterhebung fanden in Puchheim im Laufe des Jahres mehrere „Runde Tische“ mit Expert:innen statt. Ziel war es, sich gemeinsam mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen, die für die Ausrichtung der Stadtpolitik in den nächsten zehn Jahren von Bedeutung sein werden. Am Runden Tisch am 19. November trafen sich entsprechend der thematischen Ausrichtung der Woche „Aufwachsen in Puchheim“ die Schülersprecher:innen der weiterführenden Schulen mit Erstem Bürgermeister Norbert Seidl. Es diskutierten vier Schülersprecher:innen des Gymnasiums Puchheim, drei aus der Mittelschule Puchheim und zwei aus der Realschule Puchheim mit. Aus dem Gespräch ging insbesondere der Wunsch hervor, schulartübergreifende Projekte für Puchheim umzusetzen. Beispielhaft wurden hierfür Fußballspiele genannt sowie gemeinsame Mottowochen. Eine erste Idee hierfür war unter anderem ein Schulnachmittag am Puchheimer Volksfest. Besonders würden sich die Schülersprecher:innen über gemeinsame Treffpunkte, sogenannten Dritte Orte, freuen, die einen Ausgleich zu Familie und Schule bieten sollen.
     
  • Treffen der Bürgermeister – Kinderfreundliche Kommune: Zu einem digitalen Treffen kamen die Bürgermeister:innen der Kinderfreundlichen Kommune am 19. November zusammen. Dieses erste Treffen diente dem Austausch insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie der letzten eineinhalb Jahre auf die Anliegen der Kinder und Jugendlichen. Die deutschlandweite Vernetzung mit anderen Akteurinnen und Akteuren aus der Politik ist unverzichtbar auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Gesellschaft, so Erster Bürgermeister Norbert Seidl.
     
  • Skatecontest: Bei einem Skatecontest des Jugendzentrum STAMPS an der Skateranlage am 19. November zeigten fünfzehn Jugendliche ihr Können auf der Bahn. Das Jugendzentrum sorgte dabei für Preise und Musik.

Veröffentlicht im Dezember 2021.

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