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Unterstützung im Alter

Liebe Puchheimerinnen, liebe Puchheimer,

alt werden ist nicht schwer, alt sein dagegen sehr. Der bekannte Spruch signalisiert, dass diese Lebensphase nicht nur von Traumschiff und Rosengarten bestimmt wird.

Viele ältere Menschen in Puchheim wohnen alleine und müssen sich alleine versorgen. Während der Einschränkungen des Corona-Lockdowns wurde die Einsamkeit noch bedrückender. Mit dem Besuchsprogramm der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die das Programm „Puchheim hilft“ entwickelt haben, konnte zumindest Kontakt zu den Seniorinnen und Senioren gehalten werden und die nötigen Einkäufe erledigt werden. Als Nachfolgeinitiative hat sich in der katholischen Kirche St. Josef eine Gruppe Engagierte gefunden, die regelmäßig einen kostenlosen Mittagstisch organisiert. Unterstützt wird sie dabei von der örtlichen Gastronomie, die das Essen zubereitet und vorbeibringt. Die Leute können dann am Mittagstisch bei einer gesunden und guten Mahlzeit ins Gespräch kommen und Geselligkeit erfahren. Und so entsteht bei den regelmäßigen Treffen der Mittagstafel auch ein Stück Verbindung und Gemeinschaft. Für viele sind diese Termine feste Zeiten im Wochenkalender, die den Kontakt zu anderen aufrechterhalten. Kirchenbesuche, Singstunden im Wohnpark Roggenstein, Proben beim Posaunenchor, Schafkopfrunden im Wirtshaus, Radtouren der Sportvereine, Strickcafé im Mehrgenerationenhaus – es gibt viele Angebote und Gelegenheiten in Puchheim.

Freilich gibt es auch Situationen, die älteren Menschen die Möglichkeit nehmen, diese Angebote zu nutzen, weil sie krank oder bewegungseingeschränkt sind, weil sie selbst dafür zu wenig Geld haben, weil sie die Sprache nicht sprechen und sich fremd fühlen. Altersarmut, insbesondere bei Frauen, ist kein Einzelvorkommen, sondern ergibt sich gerade in einer Region mit hohen Mietkosten oft zwangsläufig, wenn die Rente den Inflationsanstieg nicht mehr auffangen kann. Da muss man sich entscheiden, ob man sich besser ein neues Hörgerät oder einen Sessel mit Aufstehhilfe leistet. In solchen Situationen wird am ehesten beim Essen gespart, was für die Gesundheit und Gesundheitserhaltung auch nicht förderlich ist. Gesellschaftliche Teilhabe spart man sich auch, um peinlichen Situationen aus dem Weg zu gehen.

Als Bürgermeister bin ich froh, dass wir in Puchheim sehr, sehr viele Menschen haben, die gerade auch ältere Leute unterstützen und ihnen helfen. Dazu gehören die engagierten Frauen und Männer der Puchheimer-Eichenauer Tafel, deren Arbeit seit 20 Jahren eine unverzichtbare Hilfe darstellt. Als ehrenamtlicher Digitalbegleiter erklärt Roland Ruppenthal älteren Menschen, wie digitale Geräte funktionieren. Denn ohne Handy oder Computer ist man mittlerweile von der Welt abgehängt und kann viele Sachen nicht mehr erledigen, was für alleinstehende ältere Menschen zu noch mehr Einsamkeit führt. Das Kaffeehaus der Familie Ünal ist für ganz Puchheim zu einem lockeren Treffpunkt für jedes Alter geworden. Sie kochen auch gerne für den Mittagstisch der Kirche nebenan.

Diese drei genannten Initiativen wurden mit dem Engagement-Preis PUCHHEIMS PULS ausgezeichnet, weil sie sich mit Herz und Tatkraft ohne Eigennutz um andere Menschen kümmern und sich dafür einsetzen, dass mehr Gemeinschaft in Puchheim entstehen kann. Sie beleben diese Stadt, sie sind Teil des Pulsschlages dieser Stadt, genauso wie viele andere Ehrenamtliche und Engagierte.

Wenn Ihnen vielleicht auch Unterstützung guttun würde oder Sie selbst unterstützen möchten, dann schauen Sie doch mal im neuen Haus der Begegnung am Aubinger Weg 10 vorbei. Dort kann man sich informieren, ratschen und sich treffen, wenn das eigene Wohnzimmer mal zu eng wird.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Seidl

Erster Bürgermeister

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