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Vorsorgemaßnahmen

Liebe Puchheimerinnen, liebe Puchheimer,

Albert Einstein soll den Spruch „Ich denke nie an die Zukunft, sie kommt früh genug.“ gesagt haben. Ob diese Weisheit für heute, für das Jahr 2022 gilt? Angesichts der heftigen Krisen sollte man vielleicht doch nach vorne schauen und sich auf Unvorhergesehenes vorbereiten.

Kurz vor dem Winter stellen wir uns ein auf eine Situation, bei der es zu großflächigen Ausfällen der Energieversorgung kommen könnte. Dieses sogenannten Blackout-Szenario ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber einige Vorsorgemaßnahmen sollten wir als Stadtverwaltung durchaus treffen. Dazu gehört zuvorderst eine Notfallreserve an Strom über Akkus oder Notstromaggregate. Ein weiteres neues Notstromaggregat wird aktuell angeschafft. Zur Aufrechterhaltung der Kommunikationswege mit der Katastrophenschutzbehörde des Landratsamtes wurde ein Satellitentelefon gekauft. Bei den Feuerwehren sollen die analogen Funkgeräte in Betrieb bleiben und über Notfallpläne ist geregelt, wer welche Aufgabe an welchem Ort zu übernehmen hat und welche Organisation zur Unterstützung angefordert werden muss.

Für die Bürger:innen, die Hilfe brauchen, sollen Anlaufstellen eingerichtet werden, die die notwendigen Informationen aber auch lebenswichtige Hilfsmittel zur Verfügung stellen. Hierfür erkunden wir die städtischen Gebäude wie Rathaus, Schulen, Turnhallen und Gerätehäuser der Feuerwehren. Ebenso überlegen wir, wie und wo man Notunterkünfte einrichten kann. Trotzdem ist klar, dass die Stadt nicht in der Lage ist, 22.000 Bürgerinnen und Bürger über einen längeren Zeitraum zu versorgen. Deswegen sollte jeder Haushalt eigene Vorsorge treffen, um sich auf einen Stromausfall vorzubereiten. Dazu hat das Landratsamt eine Liste mit den wichtigsten Dingen unter www.lra-ffb.de/blackout zusammengestellt.

Weil ohne Strom beispielsweise Einkaufen, Geldabheben, Kartenzahlung, Handy, Fernseher, Herd, Heizung nicht mehr funktionieren, sollten Sie diese Empfehlungen ernst nehmen. Sie können aber auch im kleinen Umfang dazu beitragen, dass es nicht zu Stromausfällen kommt. Ein sparsamer und bewusster Umgang mit Energie in Form von Gas und Strom ist hier der Ansatz. Je weniger Energie die Haushalte verbrauchen, desto stabiler können die Netze gehalten werden. Angesichts der hohen Energiepreise ist Sparen sowieso vernünftig und klimaschützend allemal. Der Umstieg von Zentralheizung auf Elektroheizgeräte wäre für die Stromnetze allerdings ein Fiasko, denn dadurch würden Sicherungen und Trafos aussteigen und sich möglicherweise ein Blackout für ganze Gebiete ergeben.

Zum Schluss noch einmal Einstein: „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in der gedenke ich zu leben.“ Also doch, dass sich dieser schlaue Mensch widersprüchlich äußert, zeigt, wie schwierig es ist, sich auf die Zukunft einzustellen. Dennoch sollten wir es angehen.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Seidl

Erster Bürgermeister

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