
Am 27. Januar sind die Fahnen vor dem Puchheimer Rathaus auf Halbmast gehisst. Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in der Bundesrepublik Deutschland ein nationaler Gedenktag. Er wurde 1996 durch den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den Jahrestag der Befreiung der KZ-Häftlinge in Auschwitz-Birkenau festgelegt.
Kurz vor Kriegsende, als sich die Befreiung des Konzentrationslagers abzeichnete, sprengte und zerstörte die SS so viele Beweismittel wie möglich und trieb alle Gefangenen, die nicht mehr im Lager ermordet werden konnten, auf einen Todesmarsch nach Westen. Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die 7650 Überlebenden des Vernichtungslagers; über eine Million Menschen waren allein in Auschwitz-Birkenau von der SS ermordet worden. Der Jahrestag ist dem Gedenken an die Opfer gewidmet und soll jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken. 2005 hat die UN-Generalversammlung in einer Resolution den 27. Januar zum internationalen Holocaustgedenktag erklärt.
Erst drei Monate nach der Befreiung der Überlebenden von Auschwitz-Birkenau, am 29. April 1945, wurde das Konzentrationslager Dachau von Einheiten der US-Armee befreit. Bei der Befreiung befanden sich über 67.000 Häftlinge im KZ Dachau, davon etwa die Hälfte im Hauptlager.
Foto oben: Befreiung der Überlebenden im Konzentrationslager Dachau durch US-Einheiten am 29. April 1945
Foto Titelansicht: Eingangsbereich des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau (Fotoquelle: privat)
Veröffentlicht im Januar 2026.