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Städtepartnerschaften – Solidarität und Verbundenheit mit Puchheims Partnerstädten

Auch in der Corona-Krise steht die Stadt Puchheim im engen Austausch mit ihren Partnerstädten. Zalakaros in Ungarn kämpft ebenfalls mit den Folgen der Pandemie. Das öffentliche Leben ist dort stark heruntergefahren worden, städtische Anlagen, Spiel- und Sportplätze sind gesperrt, Kindertagesstätten und Schulen wurden geschlossen. Für die Bürgerinnen und Bürger ließ Bürgermeister Ferenc Novák je zwei Schutzmasken nähen. Die Kleinstadt mit ihrem weltbekannten Bad lebt in erster Linie vom Tourismus und leidet sehr unter dem Ausbleiben der Besucherinnen und Besucher. Dem Frühling kann das alles aber nichts anhaben. Die Natur steht in voller Pracht und es blüht überall in der Stadt.

In ganz Ungarn wurden am 16. März Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen geschlossen, für die Schulkinder wurde Online-Unterricht eingeführt. Als herzlichen Dank an die Mitarbeiter des Gesundheitswesens wurden in den verlassenen Fenstern der Bolyai János Grundschule in der Partnerstadt Nagykanizsa am Erzsébet Platz rote Herzen aufgehängt. Der im Herbst 2019 gewählte Bürgermeister von Nagykanizsa – László Balogh – nahm eine Lieferung von 50.000 Schutzmasken für die Bevölkerung entgegen. Wie in der knapp 18 Kilometer entfernten Partnerstadt Zalakaros steht auch hier alles in voller Blüte, die Straßen sind jedoch menschenleer.

Auch in Puchheims Partnerstädten Salo in Finnland und Attnang-Puchheim im Nachbarland Österreich ist das gesellschaftliche Leben auf ein Minimum reduziert worden. Neben den Schließungen der öffentlichen Einrichtungen und vieler Geschäfte ist auch hier die Bevölkerung dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Viele Firmen lassen ihre Mitarbeiter von zu Hause arbeiten oder ordnen Kurzarbeit an, Besprechungen und Unterricht finden online statt. Salos Bürgermeister Lauri Inna ermutigt die Menschen auf verschiedenen Kanälen, Geduld zu haben. Neben Restaurants bieten in Salo auch die Schulen „Take-away“-Portionen zum Mittagessen für die Schülerinnen und Schüler an.

In Attnang-Puchheim ist die Versorgung der älteren Generation durch „Essen auf Rädern“ und einen Einkaufsdienst gesichert. Das „Essen auf Rädern“ wird in Attnang-Puchheim derzeit von Mitarbeitern der Stadt ausgeliefert, deren Aufgabenbereiche stark eingeschränkt sind. Beim Einkaufsdienst packt Bürgermeister Peter Groiß auch immer wieder selbst mit an. Nach Ostern konnten auch die Bauarbeiten im Stadtzentrum fortgesetzt werden. Im Zuge eines Großprojektes erhält die Attnang-Puchheimer Innenstadt bis 2022 ein modernes, offenes und barrierefreieres Erscheinungsbild.

Fast alle europäischen Länder gehen ähnliche Wege in der Bekämpfung des Corona-Virus. In den vier Partnerstädten der Stadt Puchheim greifen die Schutzmaßnahmen und die Zahl der infizierten Bürgerinnen und Bürger ist bislang sehr gering. Alle Berichte aus den Partnerstädten bestätigen die wachsende Solidarität unter den Menschen.

Veröffentlicht im April 2020.

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