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Veranstaltung „Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz“

Mit der Informationsveranstaltung „Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz“ nahm am 18. September die Gesunde Kommune Puchheim an der ersten Bayerischen Demenzwoche teil. Rund 20 Personen folgten der Einladung in den Sitzungssaal des Puchheimer Rathauses. Anschaulich stellten die Referenten ihre Ansätze und Erfahrungen bei der Arbeit mit demenzerkrankten Menschen dar. Sieghilde Pinna ging bei der Vorstellung des Angebots „Café Sorglos“ des Sozialdienstes der Nachbarschaftshilfe darauf ein, dass beispielsweise Erinnerungen an alte Gedichte, Lieder und Redewendungen bei den von ihr betreuten Personen wieder aktiviert werden könnten. Auch Bewegungsabläufe werden im Rahmen ihrer Veranstaltung geübt, wobei es laut Sieghilde Pinna auch in der Gruppe Lieblingsübungen gibt, die zum Ende der Stunde teilweise sogar eingefordert werden würden. Auch die Angehörigen von Menschen mit einer Demenzerkrankung hätten während des Angebots die Möglichkeit, sich mit den Fachkräften auszutauschen. Dies sei für sie sehr wichtig gewesen, berichtete eine Teilnehmerin.

Die Übungsleiterin des Angebots „Sport trotz(t) Demenz“ des FC Puchheim, Bärbel Padilla-Ottl, berichtete gemeinsam mit einem Teilnehmer über die ersten Symptome einer Demenzerkrankung und über die Auswirkungen der Erkrankung im Alltag. Anschließend wurde das Angebot „Sport trotz(t) Demenz“ vorgestellt. Die Zuhörer konnten sich durch einige kleinere Übungen selbst davon überzeugen, dass das Angebot keineswegs nur einfache Übungen beinhaltet. Herr Steinmetz, der selbst an Demenz erkrankt ist, berichtete über seinen Umgang mit der Krankheit und die Wirkung von Angeboten für Menschen mit Demenzerkrankungen.

Neben der körperlichen Bewegung, das zeigen Studien, zählen auch geistige Anregung sowie ausreichende und positive soziale Kontakte als Schutzfaktoren gegen Alzheimer und Demenz. Angebote wie das „Café Sorglos“ und „Sport trotz(t) Demenz“ sind Beispiele für Strategien, die bestehende Fähigkeiten bei an Demenz erkrankten Menschen erhalten können und eine Möglichkeit zum sozialen Austausch bieten. Diese Möglichkeit, so waren sich die Teilnehmer an dem Abend einig, ist sowohl für Personen mit einer Demenzerkrankung als auch für die pflegenden Angehörigen wichtig. Bei beiden Angeboten sind noch Plätze frei. Die Kontaktaufnahme und Anmeldung ist bei den jeweiligen Stellen möglich.

 

Veröffentlicht am 23. September 2019.

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