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Erfolgreiche Vernissage "Meisterwerke der Feinmechanik" am 11. Juli im PUC

Kurz nach 19 Uhr eröffnete Erster Bürgermeister Norbert Seidl am 11. Juli die Ausstellung „Meisterwerke der Feinmechanik – Produktgeschichte des Ertel-Werkes in München und Puchheim“ auf der Galerie im Puchheimer Kulturcentrum. Zunächst bedankte er sich bei den Leihgebern der Ausstellung, unter anderem dem Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in München, sowie einigen privaten Leihgebern und ehemaligen Ertel-Angestellten. „Ohne diese zahlreichen geliehenen Ausstellungsstücke wäre die Ausstellung nicht möglich gewesen“, führte Norbert Seidl aus.

Zur Überraschung aller folgte eine Lehrstunde in trigonometrischer Berechnung von Entfernungen. Erstaunt lauschten die gut 40 anwesenden Gäste und Besucher den detaillierten Ausführungen Seidls zur Berechnung von Winkeln und Längen in Dreiecken. Zwischenzeitlich versicherte sich der Bürgermeister wiederholt mit einem Schmunzeln bei den anwesenden Vermessern und Ingenieuren, dass seine Darstellung richtig ist. Nach diesen Ausführungen hatten alle Gäste einen guten Einblick in eine der Vermessungsmethoden, die man mit den sogenannten Theodoliten durchführen kann.

Abschließend gab der frühere Puchheimer Stadtarchivar Werner Dreher einen Überblick über die Geschichte der Vermessung von ihren Anfängen über die Napoleonische Zeit bis hin in die Gegenwart. Danach folgte ein Einblick in die Geschichte des Ertel-Werkes. Interessiert folgten die Besucher den Ausführungen zur Entstehung des Unternehmens, die mit Namen wie Fraunhofer und Reichenbach verbunden ist. Bis 1911 blieb das Ertel-Werk im Familienbesitz. Danach wurde es in eine GmbH umgewandelt. Selbst als das Unternehmen nach dem Ersten Weltkrieg in eine Aktiengesellschaft überging, blieb die Marke Ertel ein unverzichtbarer Bestandteil des Firmennamens. Im Fokus der weiteren Betrachtungen lag die Produktgeschichte des Unternehmens. Neben den Vermessungsinstrumenten ging Werner Dreher auf einige Nischenprodukte wie verschiedene Filmprojektoren und Filmkameras aber auch auf die Verschlüsselungsmaschine „Enigma“ ein.

Werner Dreher bedankte sich nochmals bei den privaten Leihgebern und ehemaligen Mitarbeitern des Ertel-Werkes. Schließlich sei es nur so möglich, dass in der Ausstellung ausgewählte Meisterwerke der Feinmechanik aus der 182-jährigen Firmengeschichte in solch einer Vielfalt gezeigt werden könnten. Neben dem ehemaligen Ertel-Angestellten Herbert Ruscha, der mit seinem Sohn auch tatkräftig den Aufbau der Ausstellung unterstützt hatte, nannte er Herbert Huber, Josef Penzkofer und Ingeborg Stöcker, die unter anderem zahlreiche Geräte aber auch Prospekte und weitere Unterlagen zum Ertel-Werk an das Stadtarchiv verliehen oder sogar übereignet hatten. „Am Werke erkennt man den Meister.“ Mit diesem Sinnspruch von Jean de La Fontaine beendete Werner Dreher seine Ausführungen und wünschte allen Besuchern eine anregende Erkundung der Ausstellung.

Das Stadtarchiv der Stadt Puchheim zeigt von Donnerstag, 11. Juli, bis Montag, 22. Juli, im Puchheimer Kulturcentrum PUC die Ausstellung „Meisterwerke der Feinmechanik – Produktgeschichte des Ertel-Werkes in München und Puchheim“. Zusätzlich gibt es zur Ausstellung auch eine neue begleitende Broschüre. Die Ausstellung ist jeweils zu den Öffnungszeiten des Kulturamtes zu sehen, diese sind montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 12 Uhr, dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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