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Bürgerempfang 2020 – Sieben Bürgermedaillen in Silber für außerordentliches ehrenamtliches Engagement verliehen

Die Ehrung von sieben Puchheimer Bürgerinnen und Bürgern mit der Bürgermedaille in Silber für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement stand im Mittelpunkt des festlichen Bürgerempfangs am 7. Februar 2020 mit rund 250 geladenen Gästen im Puchheimer Kulturcentrum PUC.

Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Bigband des Puchheimer Gymnasiums in kleiner Besetzung eröffnete Erster Bürgermeister Norbert Seidl den Abend und begrüßte alle anwesenden Gäste. Er betonte in seiner Ansprache, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt, das bürgerschaftliche Engagement und der politische Konsens in Puchheim besonders ausgeprägt seien. Das Miteinander und der zivilgesellschaftliche Respekt voreinander seien durchaus ein Charakteristikum und Kennzeichen der Bürgerschaft Puchheims, wofür er sehr dankbar sei und wozu viele Menschen beigetragen hätten.

In seinem Vortrag zum Thema „Wer ist der Bürger in der Polis?“ betrachtete der in Puchheim lebende emeritierte Professor Dr. Friedrich Maier den Bürger zwischen zwei Lebensmodellen. Er erklärte die Vorstellungen der Epikureer, die bereits vor über 2.000 Jahren unter dem Leitbild „Lebe im Verborgenen“ den Hedonismus zu ihrem Lebensprinzip machten und die der Stoiker, die den Bürger als Kosmopoliten, als Bürger seiner Stadt, seines Staates und der ganzen Welt sahen. Maier resümierte, dass auch heute noch und somit auch in Puchheim sich die Menschen in eben diesem Spannungsfeld zwischen Selbstbezogenheit und Gemeinschaftsdenken bewegten. Er drückte seine Wertschätzung für diejenigen Puchheimerinnen und Puchheimer aus, die sich für die Gesellschaft engagierten.

Anschließend hielten Hans Georg Molitor, Gudrun Vilhar, Barbara Saatze, Kuno Saatze, Rüdiger Masius, Walter Ulbrich sowie Stadträtin Theresa Unglert die Laudationes auf die sieben zu ehrenden Bürgerinnen und Bürger. Erster Bürgermeister Norbert Seidl überreichte ihnen jeweils im Anschluss die Bürgermedaille der Stadt Puchheim. Die Auszeichnungen gingen in diesem Jahr an Peter Kaspar, Eckhard Schafferus, Elke Paulus, Dr.-Ing. Manfred Paulus, Roswitha Schneider, Ludger Wahlers und Georg Roman Huber.

Nachdem sich die Geehrten und Laudatoren in das Buch der Stadt eingetragen hatten, bot das abschließende Menü allen Geladenen Gelegenheit für angeregte Tischgespräche und rundete den rundum gelungenen Festabend ab.

Foto: Erster Bürgermeister Norbert Seidl (1.v.r.) mit den geehrten Bürgerinnen und Bürgern beim Bürgerempfang 2020 (v.l.): Dr. Manfred Paulus, Elke Paulus, Roswitha Schneider, Eckhard Schafferus, Georg Roman Huber, Ludger Wahlers und Peter Kaspar.

Die geehrten Bürgerinnen und Bürger

 

Peter Kaspar

War 15 Jahre lang Ortsobmann der Bauern in Puchheim. Hat einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet, dass der Trinkwasserschutz für unsere Kommunen langfristig gewährleistet ist. Hat schon frühzeitig mit der Direktvermarktung begonnen und Hofbesichtigungen veranstaltet. Ist im Vereinsleben von Puchheim äußerst aktiv. Ist vielfacher Schützenkönig. War 18 Jahre lang Sportleiter im Schützengau Fürstenfeldbruck.

Sein Leitspruch: „Leben und leben lassen.“

 

Eckhard Schafferus

War über 40 Jahre lang im FC Puchheim in diversen Funktionen aktiv. Gründete die Herren-Sportgymnastik, das Kinderturnen, die Volleyball-Abteilung und die Herzsport-Gruppe. Hatte beim FC Puchheim mehrere Abteilungsleiterposten inne und war von 1975 bis 1991 Erster Vorsitzender des Vereins. Engagierte sich parallel dazu 20 Jahre lang auch im Bayerischen Landes-Sportverband BLSV.

Sein Leitspruch: „Es kimmt, wie´s kimmt, glicklich is, war´s nimmt, wie´s kimmt.“

 

Elke Paulus

Seit 2003 im Vorstand des Kulturvereins Puchheim e.V., seit 2009 Erste Vorsitzende. Mit großem persönlichem Engagement investiert sie sehr viel Zeit sowie ihr breites Wissen in den Bereichen bildende Kunst, Literatur, Musik und Theater. Organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen und Projekten. Ihre Ziele sind zum einen, das Verständnis für Kunst und Kultur bei der Bevölkerung zu wecken und zu vertiefen, und zum anderen Künstler nach Kräften zu fördern. Pflegt eine langjährige gute Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturamt.

Ihr Leitspruch: „Ehrenamtliches Engagement stärkt das Selbstbewusstsein.“

 

Dr.-Ing. Manfred Paulus

Leitete zwölf Jahre lang den Deutsch-Finnischen Club Puchheim. Kümmerte sich mit großem Einsatz um die zahlreichen Aktivitäten des Deutsch-Finnischen Clubs, wie z.B. Vorträge über Kultur, Natur und Leben in Finnland, Finnland-Reisen sowie die jährlich stattfindenden Mölkky-Turniere und den Schreibwettbewerb zum zehnjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft. Hat sich für eine Vertiefung bestehender Kontakte zur Partnerschaftsstadt Salo über die offiziellen Kontakte auf politischer Ebene hinaus verdient gemacht.

Sein Leitspruch: „Wer Finnland richtig kennen lernen will, kann entweder dorthin in Urlaub fahren oder auswandern oder einfach Mitglied im Deutsch-Finnischen Club Puchheim werden.“

 

Roswitha Schneider

Seit 1992 Mitarbeiterin in der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Puchheimer Podium, seit 2002 stellvertretende Sprecherin und seit 2019 Sprecherin. Leitet als Beauftragte des evangelischen Kirchenvorstandes für Erwachsenenbildung das evangelische Team und organisiert eine Vielfalt von Veranstaltungen zu kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Themen. Seit 2006 Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes. Lebt in vorbildlicher und praktischer Weise die Ökumene (z.B. Weltgebetstag). Gründungsmitglied des Ortsverbands Puchheim des Deutschen Evangelischen Frauenbund e.V., seit 2000 Erste Vorsitzende.

Ihr Leitspruch: „Verantwortung übernehmen für sich und andere.“

 

Ludger Wahlers

War langjähriger Sprecher der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Puchheimer Podium. Repräsentiert, gemeinsam mit Roswitha Schneider, die kirchliche Erwachsenenbildungseinrichtung nach außen; er leitet das katholische Team. Hat mit hohem persönlichem Engagement das „Fest der Kulturen“ initiiert sowie mehrfach organisiert und sich damit um ein friedliches, respektvolles und wertschätzendes Miteinander von Menschen unterschiedlicher kultureller Identität verdient gemacht.

Sein Leitspruch: „Alle haben gesagt: ‚Das geht nicht‘. Dann kam einer, der wusste das nicht. Und hat es einfach versucht.“

 

Georg Roman Huber

Vermittelt ein positives Bewusstsein für Landwirtschaft, Pflanzen und Tiere. Als Kreisbauernobmann setzt er sich für die Belange der Landwirte ein. Ist für den Wasserverband Gröbenbach sowie als Vorsitzender der Jagdgenossenschaft tätig. Ist Förderer des Projekts Stadtbeete. Engagiert sich im Vereinsleben und für den Zusammenhalt im Ort.

Sein Leitspruch: „Rede, wie du denkst und handle, wie du redest.“

 

Veröffentlicht im Februar 2020.

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