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Unternehmensbesuch in der Puchheimer Kultbäckerei Schönleben – In der Backstube groß geworden

„Ich wollte immer Konditor werden“, erzählte Martin Schönleben, Inhaber der Puchheimer Bäckerei Schönleben, Erstem Bürgermeister Norbert Seidl und Wirtschaftsförderin Sonja Weinbuch beim Unternehmensbesuch im Januar. „Ich war schon immer in der Backstube“, denn sowohl der Großvater als auch der Vater waren Bäcker. Martin Schönleben selbst hat sich seinen Wunsch erfüllt und wurde Konditormeister. Das Backen überlässt Schönleben seinem Bäcker, denn er bevorzugt es, tagsüber zu arbeiten. Wenn dieser allerdings krank oder im Urlaub ist, übernimmt er das Zepter in der Backstube. Und „wenn’s meiner Frau nicht schmeckt, können wir‘s nicht verkaufen“, erzählte Schönleben und schmunzelte dabei seine Frau an, die gerade im Verkauf arbeitete. Eine seiner beiden Schwestern arbeitet auch in der Bäckerei. Die andere Schwester hat sich in Puchheim mit ihren Pralinen und Schokoladenprodukten einen Namen gemacht.

Schönleben versteht es, seine Hobbys zum Beruf zu machen und gibt sich neben dem Geschäft dem Schreiben hin. In Büchern, Blogs sowie auf Facebook teilt er Rezepte, Geschichten und Bilder seiner Kreationen, die meist auch zu aktuellen Themen passen, z.B. essbare venezianische Masken in der Faschingszeit oder Petit Fours mit den Parteilogos zur Landtagswahl.

Die Tochter der Schönlebens half auch gerade im Verkauf aus, hat sich aber als Make-up-Artist selbständig gemacht. Und der Sohn hat zwar Konditor gelernt, ist dann aber Journalist geworden und arbeitet nun als Community Manager für ein Unternehmen in Hamburg. Er kann einen Vater aus der Ferne mit technischen Tipps zum Blog- oder Facebook-Auftritt unterstützen, keiner der beiden Kinder kommt jedoch als Nachfolger des Familienunternehmens in Frage. Schönleben sucht daher jetzt schon einen Nachfolger, der die seit 1931 bestehende Familientradition weiterführen kann.

Foto: Erster Bürgermeister Norbert Seidl mit dem Ehepaar Schönleben beim Unternehmensbesuch im Café Schönleben Ende Januar.

Veröffentlicht im März 2020.

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