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„LoSt in Transformation – Städtebauliche Erneuerungsmaßnahme Lochhauser Straße“

Auf Einladung des Ersten Bürgermeisters Norbert Seidl fand am 10. März 2020 im Sitzungssaal des Rathauses die dritte Arbeitskreissitzung „LoSt in Transformation – Städtebauliche Erneuerungsmaßnahme Lochhauser Straße“ statt. Der Arbeitskreis wurde vor einem Jahr von der Stadtverwaltung ins Leben gerufen mit dem Ziel, dem Ladensterben im Stadtzentrum entgegenzuwirken und die Lochhauser Straße mit neuem Leben zu füllen. Zusammen mit Vertretern aus dem Stadtrat und der Verwaltung, aus Gewerbe und Verbänden sowie mit örtlichen Immobilienbesitzern wurden in den ersten beiden Sitzungen in Workshop-Atmosphäre mögliche Maßnahmen erarbeitet, die kurz- oder langfristig umgesetzt werden könnten. Des Weiteren wurde im Herbst 2019 ein Antrag auf Städtebauförderung gestellt. Zusammen mit einigen Einzelhändlern ist außerdem die Buy-Local-Initiative „Puchheim hat’s – kauf vor Ort“ entstanden.

Nach der Begrüßung durch den Gastgeber schilderte der Referent für Stadtentwicklung der Stadt Puchheim, Dr. Reinhold Koch, die Ist-Situation und mögliche Sofortmaßnahmen für die Lochhauser Straße in einer kurzen Präsentation, in der er für die rasche Umsetzung von „Leuchtturmprojekten“ neben der Städtebauförderung plädierte, beispielsweise ein Stadtmöblierungskonzept.

Dr. Rafael Stegen vom Stadtplanerbüro Salm & Stegen erläuterte den gestellten Antrag und den weiteren Ablauf des Städtebauförderprozesses. Nach der Antragsstellung werden im zweiten Schritt, der sogenannten vorbereitenden Untersuchungen, von Fachplanern und unter Beteiligung von Betroffenen Sanierungsziele ausgearbeitet sowie Vorschläge für Impulsprojekte gemacht. Danach wird in der Regel ein Sanierungsgebiet förmlich festgelegt, das mit den Instrumenten des besonderen Städtebaurechts umgestaltet werden kann. Neben einer Vision für die Straße entstehen durch die Festlegung eines Sanierungsgebietes auch neue Möglichkeiten für die Beteiligten. Eigentümer zum Beispiel können Gebäude- und Fassadensanierungen unter bestimmten Bedingungen über zehn Jahre abschreiben.

Unter anderem zur Beteiligung der Eigentümer konnte Katrin Englert berichten, die als Stadtteilmanagerin in Pasing für die Umsetzung des Städtebauförderprogramms „Aktive Zentren“ zuständig war. Seit Beendigung des Projekts Ende 2019 ist sie als Stadtteilmanagerin in Moosach tätig. Frau Englert zeigte Beispiele für erfolgreiche Maßnahmen in Pasing. So wurden etwa Beratungsangebote für Eigentümer sowie Gewerbetreibende und daraus folgende Investitionen vom Beleuchtungskonzept über die Fassadengestaltung bis hin zur Warenpräsentation gefördert. Übergreifend wurde ein Gestaltungshandbuch für das Sanierungsgebiet entwickelt, das zum Beispiel einheitliche Pflanzbehältnisse und Stadtmöbel vorgibt. Durch die Beteiligung am Städtebauförderproramm wurde auch die enge Zusammenarbeit der Gewerbetreibenden gefördert. Mit dem Verfügungsfonds bestanden außerdem Förderungsmöglichkeiten für kleinere Projekte.

Eine Fortsetzung der LoSt-Arbeitskreissitzungen ist für das zweite Quartal 2020 geplant.

Veröffentlicht im März 2020.

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