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Puchheimer Thermographie-Rundgang –

2017 musste er zweimal abgesagt werden, im Februar 2018 konnte er endlich stattfinden: der erste Puchheimer Thermographie-Rundgang.

 

Bei angemessen kaltem Winterwetter hatten sich etwa ein Dutzend interessierter Bürger am 21. Februar versammelt, um auf Einladung des städtischen Umweltamts und unter der kundigen Führung von Thermograph Stephan Huber acht verschiedene Häuser im Puchheimer Nordosten durch die Wärmebildkamera zu betrachten.

 

Und sie bekamen einiges Interessante zu sehen, so z. B. dass dank unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit der Materialien im Wärmebild eines ungedämmten Hauses aus den 60er-Jahren nicht nur jede Mörtelfuge sondern auch die Befestigung der Heizkörper von außen sichtbar ist, oder dass selbst bei unbeheizten Kellern erhebliche Mengen an Heizenergie über Sockel und Bodenplatten verloren gehen können. Besonders spannend war der direkte Vergleich einer ungedämmten mit einer gedämmten Fassade bei ansonsten baugleichen Häusern; hier betrug der Unterschied in der Oberflächentemperatur gleich mehrere Grad – eine Größenordnung, bei der eine Sanierung sich durchaus wirtschaftlich rechnen kann. Aber auch kleinere Baumängel wurden aufgespürt.

 

Gespannt lauschten die Besucher den Erklärungen des Experten, bei denen sich schnell herausstellte, dass einiges an Erfahrung dazugehört, um die bunten Bilder richtig zu interpretieren. Denn nicht jede hellere, also wärmere Stelle auf dem Bild ist zwingend auf eine Wärmebrücke zurückzuführen; hier können z. B. auch Reflexionen oder Veränderungen im Strahlungshaushalt durch Vorbauten und Überdachungen eine Rolle spielen. Selbst für Laien spontan eindeutig zu beurteilen war nur das Bild des letzten Hauses auf der Besuchsliste: An dem Neubau Baujahr 2017 blieb im Wärmebild alles dunkel.

 

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