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Corona-Krise

Liebe Puchheimerinnen, liebe Puchheimer,

die COVID-19-Pandemie stellt für alle Menschen in Puchheim und darüber hinaus eine große Gefährdung ihrer Gesundheit dar. Obwohl zum jetzigen Zeitpunkt (16. März 2020) direkte Betroffenheit und Erkrankungen in unserer Region noch auf wenige Fälle beschränkt sind, zeichnet sich eine erhebliche Steigerung der Infizierungen ab, so dass im schlechtesten Falle das Gesundheitssystem nicht mehr vollständig und zielgerichtet reagieren kann. Gerade jetzt, wo das Alltagsleben noch irgendwie funktioniert, ist es absolut notwendig, den Fachstellen und Behörden zu vertrauen und Anordnungen zu akzeptieren und konsequent umzusetzen. Eine Devise wie „so schlimm ist es gar nicht, beim Schneechaos im letzten Winter oder beim Sturm Sabine wurde unnötig Panik gemacht“ provoziert schnell eigenmächtiges und egoistisches Handeln, das für alle anderen eine zusätzliche Gefahr ergibt.

Es ist klar, dass die Beschränkungen, Schließungen und Verbote unterschiedliche Grade der Belastungen für den Einzelnen ergeben. Arbeiten im Homeoffice ist sicher anders zu ertragen als die Zusatzschichten der Angestellten im Einzelhandel, wo Supermarktregale doppelt eingeräumt werden müssen, und zugleich die Betreuung der Kinder zuhause zu organisieren ist. Ganz zu schweigen von den Beschäftigten im Gesundheitswesen, die bereits jetzt bis zur Belastungsgrenze im Einsatz sind und für die keine Erleichterung in Sicht ist.

Und ältere Menschen, die am besten gar nicht mehr unter Leute gehen sollen, verstehen schwer, warum die Pendler sich in den Stoßzeiten in die S-Bahn drängen. Bei all diesen Fragen, Unsicherheiten und Unwägbarkeiten ist es entscheidend, auf die Stärken und Möglichkeiten des Staates und der Gemeinschaft vor Ort zu setzen. Dazu gehören die vielen spontanen und freiwilligen Hilfsangebote der Menschen genauso wie das stringente und präventive Krisenmanagement der Stadt Puchheim. Wenn auch eingeschränkt, ist die Handlungsfähigkeit des Rathauses gewährleistet, so dass wir – Bürgermeister und Verwaltung – direkt auf veränderte Situationen reagieren können. Dies gilt auch für die Versorgungsbetriebe wie z.B. die KommEnergie als Stromnetzbetreiber.

Diese Krise offenbart die leichte Verletzbarkeit des globalen wirtschaftlichen und sozialen Systems und Selbstverständlichkeiten wie Reisen oder Klopapier sind von einem Tag auf den anderen in Frage gestellt. Dennoch zeigen sich auch die Flexibilität und sozialen Ressourcen unserer Gesellschaft in Deutschland. Wenn es darauf ankommt, halten die Menschen zusammen und alle sind bereit, ihren Anteil zum Wohl der Allgemeinheit einzubringen. Solidarität, Miteinander und Verantwortung braucht eine Gesellschaft dann besonders, wenn es nicht so gut läuft. Das ist jetzt der Fall. Der Preis für die Einschränkungen ist im Vergleich zu dem, was wir verlieren können, immer noch gering. Zu Geburtstagen sagen wir leicht und schnell: Die Gesundheit ist das Wichtigste im Leben. Die Richtigkeit dieses Wunsches erleben wir zurzeit im besonderen Maße. Bleiben Sie gesund und tun Sie so viel wie möglich, dass alle Puchheimerinnen und Puchheimer gesund bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Seidl

Erster Bürgermeister

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