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Brandschutzsanierung Mittelschule

In der Mittelschule Puchheim herrscht im gesamten Gebäude brandschutztechnischer Sanierungsbedarf. Dies wurde im Zuge von Bauarbeiten zur Reduzierung der Brandlasten in den Flurdecken in den Jahren 2016 bis 2018 festgestellt.

Die Flursanierung der Mittelschule 2018 wurde ausgesetzt, um unter Einbeziehung von Sachverständigen für Brandschutz, Tragwerksplanung, Heizung-Lüftung-Sanitär-Planung, Elektroplanung und Objektplanung die Gesamtsituation der Schule zu bewerten. Im Jahr 2019 kamen die beteiligten Planer:innen in Abstimmung mit der Verwaltung zu dem Ergebnis, dass eine umfängliche Brandschutzsanierung der gesamten Mittelschule notwendig ist. Neben dem Hauptmangel „Brandschutz“ wurden auch bauphysikalische, statische, energetische, baukonstruktive, optische und Schadstoffmängel erkannt. Aufgrund des Umfangs der Mängel ist eine zeitnahe Behebung der Situation geboten.

Das Vorhaben wurde mehrfach im Ausschuss für städtische Bauten beraten. In der Ausschusssitzung vom 12. Januar 2021 wurde ein Empfehlungsbeschluss für die Umsetzung der Variante II mit Kosten in Höhe von ca. 22 Millionen Euro gefasst. Der Stadtrat entschied sich daraufhin in seiner Sitzung am 26. Januar 2021 unter Berücksichtigung der Haushaltssituation für die Umsetzung der empfohlenen Variante. Hierbei steht die Heilung der Brandschutzmängel im Fokus. Die Brandschutzsanierung beinhaltet neben der Heilung des Brandschutzes von Decken, Wänden, Installationstrassen, Fluchtwegoptimierungen und der technischen Gebäudeausstattung auch die notwendigen Maßnahmen im Außenbereich und die Trockenlegung des Kellerdoppelbodens sowie eine Brandschutzsanierung der Lüftungsanlage für die Aula und eine Teilsanierung der Toilettenbereiche im Haus. Ebenfalls berücksichtigt sind notwendige Betonsanierungen an den Brückenbauwerken über dem kleinen Ascherbach. Eine umfangreiche Erneuerung der Haustechnik ist ebenfalls beinhaltet. Zu den ergänzenden Maßnahmen zählen die Fenster- und Pfosten-Riegel-Fassadensanierung im Nebengebäude sowie eine Behebung der energetischen- und bauphysikalischen Fassadenprobleme an der Nord-West-Ecke des Hauptbaus. Weiter ist die Erneuerung der Bedachung der Fahrradabstellhalle berücksichtigt. Eine optische Aufwertung, beispielsweise durch den Austausch der Türen oder eine Erneuerung der Bodenbeläge, ist nur in sehr geringem Umfang geplant. Eine pädagogische Umstrukturierung bzw. die Neuorganisation der Klassenzimmer sind nur wenig berücksichtigt. Von der Wiederverwendung der bestehenden Möbel wird ausgegangen. Bei der Bewertung dieser Planungsvariante ist zu beachten, dass keine vollumfängliche energetische Sanierung der Gebäudehülle oder Themen wie ein sommerlicher Wärmeschutz oder die Nachtauskühlung berücksichtigt sind. Weitere größere Baumaßnahmen werden bei dieser Variante in mittlerer Zukunft notwendig werden.

Für die Durchführung der Baumaßnahme im laufenden Betrieb wird ein Zeitraum von drei bis vier Jahren angesetzt. Es wird davon ausgegangen, dass mindestens vier Klassen in Container auf dem Schulgelände teilausgelagert werden müssen.

Gegenwärtig werden in der Mittelschule 444 Schüler:innen in ca. 24 Klassen beschult. Die Mittelschule Puchheim (M-Zweig-Standort) ist Teil des Mittelschulverbundes mit Olching, Eichenau und Gröbenzell. Die Verwaltung geht aktuell von stabilen, sich wenig verändernden Schülerzahlen in den kommenden Jahren aus. Ein Mehrbedarf an Klassenzimmern wurde nicht erkannt.

Weiteres Vorgehen: Das Landratsamt Fürstenfeldbruck wurde als Genehmigungsbehörde über die aktuelle Situation unterrichtet. Auf Empfehlung des Landratsamtes wurden in Abstimmung mit einer Prüfsachverständigen für den Brandschutz Sofortmaßnahmen erarbeitet, die aktuell angegangen werden. Nach Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern ist von einer Förderfähigkeit der beschriebenen Varianten entsprechend ihrer Fördersätze auszugehen. Da die Schule nicht den gültigen Brandschutzanforderungen gemäß der Bayerischen Bauordnung entspricht, ist eine zeitnahe bauliche Heilung der Brandschutzmängel notwendig.

Kosten: voraussichtlich ca. 22 Millionen Euro

Geplante Umsetzung: vorraussichtlich bis 2024/2025

Stand: Februar 2021

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