Seit 2008 gibt es in Puchheim und inzwischen auch in einigen Nachbarorten Saatkrähenbrutkolonien. Im vergangenen Jahr brüteten in Puchheim insgesamt etwa 270 Brutpaare. Um das Aufsplitten der Kolonien, das meist mit einer starken Vermehrung der Individuenzahl verbunden ist, zu verhindern, wurden vor ein paar Jahren von der Regierung von Oberbayern sogenannte Tabuzonen errichtet, in denen die Krähen nicht gestört werden dürfen. Ansonsten wurden verschiedene Vergrämungsmaßnahmen der eigentlich geschützten Tiere genehmigt. Nester dürfen entfernt werden und Falkner sind mit Greifvögeln unterwegs. Die Stadt Puchheim darf zusätzlich die Randbereiche der Hauptkolonie in der Allinger Straße freihalten.
Damit die Maßnahmen erfolgreich sind und auch weiterhin genehmigt werden, sind folgende Punkte zu beachten:
Unterlassen Sie unbedingt illegale Vergrämungsversuche und füttern Sie die Saatkrähen nicht, da dies weitere Saatkrähen anlockt! Um Splitterkolonien zu vermeiden, ist es wichtig, diese frühzeitig zu entdecken. Die Saatkrähen werden Mitte Februar mit dem Bau der Nester beginnen beziehungsweise alte Nester wieder beziehen.
Saatkrähen gehören zu den Rabenvögeln. Dazu gehören auch die Rabenkrähen, die Nebelkrähen, die Elstern, die Kolkraben, die Eichelhäher, die Tannenhäher, die Dohlen und die Alpendohlen. Saatkrähen werden oftmals mit Rabenkrähen verwechselt, denen sie sehr ähnlich sehen. Saatkrähen haben jedoch graue Schnäbel, bei Rabenkrähen sind diese schwarz.
Sollten Sie beobachten, dass Saatkrähen außerhalb der Brutkolonie am Schopflachwäldchen Nester bauen, können Sie diese im Umweltamt der Stadt per E-Mail an umwelt [at] puchheim.de oder telefonisch unter 089/80098-158 melden. Die Informationen werden dann umgehend an die Falkner weitergleitet und die Nester, wenn möglich, entfernt.
Veröffentlicht im Januar 2026.