Amphibienwanderung beendet – Die Stadt Puchheim dankt allen Helferinnen und Helfern

Ein herzliches Dankeschön an die Helferinnen und Helfer des Bund Naturschutz, die auch in diesem Jahr wieder mit viel Engagement dazu beitrugen, dass zahlreiche Amphibien den Weg zum Mondscheinweiher unbeschadet überstanden haben. Leider war die Saison in diesem Jahr sehr lang und schwierig. Insgesamt war es zu trocken und nachts zu kalt, berichtet Anke Simon, die die Amphibiensammlung in Puchheim und Eichenau federführend organisiert - schlechte Bedingungen für die Amphibien. Da half auch viel Manpower nichts. Vor allem bei den Kröten war ein dramatischer Rückgang zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr wurden noch 600 Tieren gezählt, in diesem Jahr nur noch 150 Individuen. Für diese Entwicklung sind jedoch nicht nur das Wetter und die Veränderungen im Klima verantwortlich, sondern auch die zunehmende Verringerung des Lebensraums durch Bebauung, Rodungsarbeiten und Zäune.
Dabei stehen alle einheimischen Amphibienarten, zu denen die Kröten, Frösche, Unken, Molche und Salamander gehören, in Deutschland unter Schutz. Elf der neunzehn in Bayern vorkommenden Arten stehen bereits auf der Roten Liste. Da alle Amphibienarten mit Ausnahme der Feuersalamander für ihre Fortpflanzung auf das Vorhandensein von Gewässern angewiesen sind, können Gartenbesitzer durch das Anlegen von Gartenteichen mit einem flachen Uferbereich und verschiedenen Tiefenzonen etwas zum Schutz einiger der bedrohten Amphibien beitragen. Auf Fische sollte jedoch unbedingt verzichtet werden, da diese sowohl den Laich der Amphibien als auch im Wasser lebende Insektenlarven wie beispielsweise Libellenlarven fressen. Wenn es im Garten dann noch Ecken mit Totholz oder Reisig gibt, bieten diese den Tieren auch ein passendes Tages- und Überwinterungsversteck.
Foto: Laubfrosch
(Fotoquelle: Roman Kohl)
Veröffentlicht im April 2026.
VOILA_REP_ID=C1257FC6:0036B223