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Eichenprozessionsspinner oder Gespinstmotte?

Raupen der Gespinstmotte in ihrem Gespinst

Derzeit erreichen das Umweltamt zahlreiche Anrufe besorgter Bürgerinnen und Bürger weil Bäume bzw. Sträucher regelrecht eingesponnen sind und sich in den Gespinsten Unmengen Raupen befinden. Viele sind besorgt, dass es sich um den für Mensch und Tier gefährlichen Eichenprozessionsspinner handelt. Doch meist kann Entwarnung gegeben werden, da es sich oft um die gesundheitlich unbedenklichen Raupen der Gespinstmotten handelt.

Daher seien hier ein paar Unterscheidungsmerkmale genannt. Gemeinsam haben die gesundheitlich unbedenkliche Gespinstmotte und der Eichenprozessionspinner die Gespinste, die Raupen sind jedoch gut zu unterscheiden. Die Larven des gefährlichen Eichenprozessionsspinners haben lange Haare. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die reizend wirkenden Brennhaare; diese sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Gespinstmotten haben im Gegensatz dazu keine Haare. Sie sind an unterschiedlichen  Baum- und Straucharten zu finden, sind hellgrau gefärbt mit schwarzen Punkten. Häufig werden beispielsweise Traubenkirschen, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln oder Weiden befallen. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind fast ausschließlich auf Eichen zu finden. Den Name Eichenprozessionsspinner haben die Tiere übrigens, weil sie sich bei der Nahrungssuche eng hinter- oder nebeneinander bewegen, so dass es wie eine "Prozession" aussieht.

Foto: Die für Menschen und Pflanzen ungefährlichen Raupen der Gespinstmotte.
(Fotoquelle: © Böhringer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 Austria)

Raupen des Eichenprozessionsspinners

Foto: Der Eichenprozessionsspinner ist an den langen Häärchen gut zu erkennen.
(Fotoquelle: © Von Kleuske - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0)

Veröffentlicht im Mai 2026.

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