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Das Umweltamt informiert – Mahd der Puchheimer Blumenwiesen

In den vergangenen Jahren wurden in Puchheim viele artenreiche Blumenwiesen zur Förderung der Biodiversität angelegt. In den nächsten Wochen werden die meisten dieser Blumenwiesen gemäht. Manch einer bedauert dies, weil sie doch gerade so schön blühen. Zum Erhalt der Wiesen ist dies jedoch nötig. Das, was wir umgangssprachlich als Blumenwiese bezeichnen, ist eine Mischung aus einheimischen Blumen und Gräsern. Blumenwiesen können mehr als 60 heimische Pflanzenarten aufweisen und sind wichtiger Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten, Vögel und andere Kleintiere.

Ohne menschliches Zutun kämen Blumenwiesen in Europa jedoch dauerhaft nur an wenigen Extremstandorten vor. Die Wiesen gehören daher zu unserer Kulturlandschaft. Durch landwirtschaftliche Nutzung sind standortgerechte, naturnahe Pflanzengesellschaften entstanden, die nur durch den beständigen Eingriff des Menschen erhalten bleiben. Am artenreichsten bleiben Wiesen bei einer ein- bis dreimaligen Mahd pro Jahr. Die Puchheimer Blumenwiesen werden in der Regel zweischürig gemäht. Dabei ist der erste Mahdtermin im Idealfall Anfang Juni, der zweite Termin im September. Damit die Artenvielfalt erhalten bleibt, dürfen artenreiche Blumenwiesen nicht gedüngt werden und das Mähgut muss aus der Wiese entfernt werden. Bei größeren Flächen bleibt zudem immer ein Teil der Fläche ungemäht, damit sich Insekten und Kleintiere dorthin zurückziehen und sich die Blumen aussäen können. Besonders bei der ersten Mahd im Juni muss auf bodenbrütende Vögel oder auch Kitze geachtet werden, denn dann ist noch Brut- und Setzzeit.

Grundsätzlich sollten hohe Wiesen daher auch nicht betreten werden. Sollten Sie einzelne Blumen pflücken wollen, tun Sie das bitte immer nur vom Rand aus. Vor allem aber sollten Hunde unbedingt angeleint und nicht in die Wiesen gelassen werden. Für landwirtschaftliche Äcker, Wiesen und Weiden gibt es nach § 44 Abs. 2 sogar ein Betretungsverbot. Äcker dürfen in der Zeit zwischen Saat und Ernte, Grünland ab dem Einsetzen der Vegetation im Frühjahr bis zur Winterruhe im Herbst nicht betreten werden. Hier werden Lebensmittel für uns und Futter für Tiere produziert.

Veröffentlicht im Juni 2026.

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