
Unter dem Titel „Demokratie gestalten“ präsentierte die Mittelschule Puchheim im Rahmen einer feierlichen Vernissage am 13. Mai die Ergebnisse eines besonderen Projekts: Schülerinnen und Schüler der 8M-Klassen gestalteten Modelle zum Thema „So möchte ich leben“ und brachten dabei ihre persönlichen Wünsche, Hoffnungen und Ideen zum Ausdruck.
Im Mittelpunkt des Projekts standen die Perspektive, die Rechte und die Partizipation junger Menschen sowie die Förderung von kritischem Denken. Gerade im Einzugsbereich des Ballungsraumes München ist die Frage, wie und wo man leben möchte, für viele Jugendliche von besonderer Bedeutung. Die entstandenen Modelle zeigten eindrucksvoll, wie kreativ und zugleich konkret die Schülerinnen und Schüler über ihre Lebensumgebung nachgedacht hatten.
Ergänzend zu den Modellen hielten die Jugendlichen ihre Gedanken zum Thema „Wohnen in Puchheim“ schriftlich fest – persönliche Reflexionen über das Leben in ihrer Stadt, ihre Wünsche an die Umgebung und das, was ihnen in ihrem Alltag fehlt oder besonders wichtig ist.
Einen besonderen Höhepunkt der Vernissage bildete das Gespräch mit Erstem Bürgermeister Thomas Hofschuster. Einige Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, ihm ihre Gedanken direkt vorzustellen. Das Fazit der Jugendlichen fiel dabei differenziert aus: In Puchheim lässt es sich grundsätzlich gut leben. Die Bolzplätze wurden positiv hervorgehoben und auch das Jugendzentrum – doch es fehlen aus Sicht der jungen Menschen Geschäfte zum Einkaufen und Fast Food-Restaurants, die eine Alternative zu den Dönerläden bieten. Darüber hinaus wünschten sich die Schülerinnen und Schüler unter anderem mehr Mülleimer auf den öffentlichen Plätzen.
Erster Bürgermeister Thomas Hofschuster bedankte sich ausdrücklich bei den Schülerinnen und Schülern für diesen wertvollen Input. Er ermutigte sie, auch künftig ihre Meinungen und Anliegen aktiv einzubringen: „Nur wenn die jungen Menschen ihre Stimmen erheben, kann ihre Perspektive auch in die politischen Gremien gelangen“. Sowohl er selbst als auch die Stadtverwaltung stünden den Jugendlichen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.
Das Projekt „Demokratie gestalten“ zeigt, wie demokratische Werte nicht nur vermittelt, sondern aktiv erlebbar gemacht werden können. Die Vernissage war dabei mehr als eine Ausstellung: Sie war ein echter Austausch zwischen der jungen Generation und der kommunalen Politik auf Augenhöhe.
Veröffentlicht im Juni 2026.