
Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Erschließung von Tiefengeothermie als Wärmequelle für Germering, Puchheim und München ist geschaffen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat den im Herbst 2025 gestellten Förderantrag der Zukunftswärme M West (ZMW) bewilligt. Das interkommunale Projekt erhält somit die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), mit der insbesondere Vorhaben zur Ermöglichung einer klimaneutralen Wärmeversorgung unterstützt werden.
Das sind gute Nachrichten für die ZMW: In der kommenden Projektphase werden bis zu 50 Prozent der Kosten durch die BEW gedeckt. Als nächstes wird mit dieser Unterstützung eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Die Fraunhofer IEG ist von der ZMW beauftragt, innerhalb des bereits bestätigten Erlaubnisfeldes potenzielle Standorte für die Geothermie zu untersuchen und einen Vorzugsstandort zu identifizieren. Geeignete Flächen werden dabei unter Beachtung aller Schutzgüter gegeneinander abgewogen. Parallel erfolgt die Erhebung wichtiger technischer Eckdaten. Ergänzend werden wissenschaftliche Untersuchungen zu den lokalen Bodenverhältnissen durchgeführt, um eine weitere Grundlage für die sichere Planung des Vorhabens zu schaffen. Erste Ergebnisse werden für Ende 2026 erwartet.
ZMW-Gesellschafter sind zuversichtlich
Die neue Projektphase wird auch von neuen Gesichtern begleitet: Nach der Kommunalwahl vertreten künftig Daniel Liebetruth (Germering) und Thomas Hofschuster (Puchheim) ihre Städte in der Zukunftswärme M West. Die Gesellschafterversammlung der ZMW trat Ende April noch ein letztes Mal in der Amtszeit der mittlerweile ehemaligen Bürgermeister zusammen. Dabei nutzten Oberbürgermeister Andreas Haas (Germering) und Bürgermeister Norbert Seidl (Puchheim) die Möglichkeit, um auch in Sachen Geothermie den Staffelstab an ihre Nachfolger zu übergeben.
Seitens des Gesellschafters Stadtwerke München (SWM) zeigt man sich sehr zufrieden mit der bisherigen Zusammenarbeit und dem Projektfortschritt. Christine Cröniger, Geschäftsführerin der ZMW, bedankt sich im Namen aller Projektbeteiligten: „Ohne das Engagement von Herrn Haas und Herrn Seidl würde es unser Projekt in dieser Form nicht geben“, und ergänzt: „Wir freuen uns, dass die neuen Amtsträger das Vorhaben weiter unterstützen und gemeinsam mit uns die nächsten Schritte gehen.“ Dem pflichten die neuen Rathauschefs von Germering und Puchheim bei. „Mit der Tiefengeothermie haben wir die Möglichkeit, die Wärmeversorgung der Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Unser Ziel ist eine nachhaltige, sichere und langfristig bezahlbare Wärme für die Menschen in unserer Region“, sagt Daniel Liebetruth. Und Thomas Hofschuster fügt hinzu: „Die Tiefengeothermie bietet große Chancen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Zugleich müssen wir darauf achten, dass das Projekt langfristig finanziell tragfähig und für alle Beteiligten leistbar bleibt.“
Weitere öffentliche Dialogformate sind geplant
Vor dem Hintergrund dieser neuen Projektphase ist und bleibt es der ZMW ein wichtiges Anliegen, alle Beteiligten zu den nächsten Schritten des Vorhabens umfassend und transparent zu informieren. Anlässlich der Standortsuche ist eine weitere öffentliche Dialogveranstaltung geplant, sobald konkrete Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen. Zudem besteht am 20. Juli 2026 im Rahmen einer Informationsveranstaltung zur Seismik Kampagne von Giga-M in Germering die Möglichkeit zum direkten Austausch. In der Zwischenzeit sind alle Informationen und Neuigkeiten zum Projekt auch auf der Website www.waerme-mwest.de abrufbar.
Eine Presseinformation der Zukunftswärme M West GmbH vom 25. Juni 2026.
Foto: Die ZMW verabschiedet die ehemaligen Rathauschefs von Germering und Puchheim und dankt für das Engagement, wodurch das Geothermie-Vorhaben geprägt wurde (v.l.): Thomas Hofschuster, Christine Cröniger, Andreas Haas, Norbert Seidl und Daniel Liebetruth